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Aktuelle Studie des Focus-Magazins kürt Lobbe mit Auszeichnung

Iserlohn, 5. April 2018 – Jedes Jahr beginnen über eine halbe Million Schulabgänger mit ihrer Berufsausbildung – und damit stehen die jungen Menschen oft vor der Qual der Wahl. Lobbe zählt zu den besten Ausbildungsbetrieben in Deutschland. Laut der Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ von DEUTSCHLAND TEST und dem Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY erreichte Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG im Bereich „technische Dienstleistungen“ einen Score von 89,1 Punkten. Die Berechnung des Gesamtergebnisses erfolgte branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Zählern. Die jeweiligen Branchensieger bekamen den maximalen Score von 100 Punkten. „Wir freuen uns über diese Auszeichnung. Lobbe ist ein Unternehmen, dass sich ständig weiter entwickelt, sich neue Bereiche erschließt, in moderne Technik und Verfahren investiert und damit ein attraktiver Arbeitgeber; auch, weil Lobbe kontinuierlich Aus- und Weiterbildungen anbietet. In den meisten Fällen werden die Absolventen nach einer Ausbildung übernommen“, sagt Heike Vangerow, Gesellschafterin Lobbe Holding GmbH & Co KG. Lobbe rekrutiert zudem in aller Regel Führungskräfte aus den eigenen Reihen – so bieten sich den Nachwuchskräften auch entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten.

In welchen Unternehmen die Fachkräfte von morgen besonders gut ausgebildet werden

Für die Studie der Kommunikationsberatung Faktenkontor im Auftrag von Focus und Focus Money wurden die Ausbildungsbeauftragten der 20.000 mitarbeiterstärksten Betriebe aus 93 Branchen befragt. 745 Unternehmen erhielten die Auszeichnung als “Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2018”. Dabei wurde an den jeweiligen Ausbildungsbeauftragten ein Fragebogen mit verschiedenen Themenfeldern geschickt. Zur Beurteilung der Ausbildungsqualität wurden Fragen in fünf Teilaspekten gestellt: strukturelle Daten, Ausbildungserfolg, Ausbildungsvergütung, Ausbildungsquote sowie zusätzliche Angebote für Auszubildende. Unternehmen mit einem Score von mindestens 70 – das sind insgesamt 745 – erhalten die Auszeichnung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“.

Qual der Wahl für Schulabgänger

Der demografische Wandel ist angekommen – auch im Beruf. Arbeitgeber spüren die Effekte der alternden Gesellschaft zuerst bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. Die geburtenstarken Jahrgänge haben längst die Schulen verlassen – und die Prognosen zeigen deutlich, dass immer weniger junge Menschen als künftige Auszubildende verfügbar sind. Auf der anderen Seite stehen die Schüler. Sie sehen, was die Berufsausbildung angeht, oft „den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“. Das ist freilich auch kein Wunder: In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere hundert Ausbildungsberufe in über 400 000 Betrieben. Hinzu kommen die verschiedenen Wege der Ausbildung. Je nach Qualität des Schulabschlusses gibt es neben der klassischen Lehre weitere Optionen. Immer mehr im Kommen sind beispielsweise duale Studiengänge, in denen betriebliche Praxis und fachtheoretisches Lernen kombiniert werden.

Über Lobbe

Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Umweltdienstleistungen aus einer Hand. Die Schwerpunkte im Leistungsportfolio liegen in den Bereichen Industrieservice, Abfallentsorgung, Wertstoffaufbereitung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

Kontakt:
Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG/
Lobbe Industrieservice GmbH & Co KG
Sabine Günther
Public Relations
Stenglingser Weg 4 – 12
D-58642 Iserlohn

Tel.: +49 23 74 – 504 – 349
Fax: +49 23 74 – 504 – 353
sabine.guenther@lobbe.de
www.lobbe.de

Dr. Reinhard Eisermann, Christoph Aßmann, Gustav Edelhoff, Heike Vangerow, Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, Norbert Frece, Dr.-Ing. Peter Evers (Quelle: „Ruhrverband“)

Iserlohn. Die Zentrale Entsorgungsanlage Iserlohn (ZEA) wird ab April 2018 von der Firma Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG übernommen und betrieben. Darauf einigten sich am Donnerstag, 15. März 2018, der Vorstand des Ruhrverbands und die Geschäftsführung der Firma Lobbe. Durch den Weiterbetrieb der Entsorgungsanlage für flüssige Abfälle werden acht Arbeitsplätze in Iserlohn langfristig gesichert. „Wir decken damit nahezu die gesamte Palette gefährlicher Abfälle ab und können somit zukünftig ein größeres Kundenpotenzial ansprechen“, sagt Lobbe-Geschäftsführer Christoph Aßmann.

Neben dem Kaufvertrag wurde ein Dienstleistungsvertrag zur Ableitung und Behandlung der Sickerwässer der Deponie Iserlohn-Griesenbrauck abgeschlossen. Eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien und der Stadt Iserlohn regelt darüber hinaus die Einleitung der Abwässer der ZEA in das Kanalnetz der Stadt Iserlohn und deren anschließende Behandlung in der Kläranlage Iserlohn-Baarbachtal des Ruhrverbands. „In der Vereinbarung haben wir zusätzlich zur öffentlich-rechtlichen Betriebsgenehmigung der Anlage weitere Einleitungsgrenzwerte für die ZEA definiert. Damit beugen wir einer Überlastung der Kläranlage Iserlohn-Baarbachtal vor und sorgen so für einen nachhaltigen Schutz des Baarbaches,“ sagt Norbert Frece, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands.

Die 1964 erstmals in Betrieb genommene und in den Folgejahren mehrfach modernisierte Anlage hatte von Anfang an das Ziel, den regional ansässigen Unternehmen eine Möglichkeit zur Entsorgung ihrer flüssigen Abfälle anzubieten. Auf diese Weise wurden Ruhr und Lenne vor der Einleitung unzureichend gereinigter Industrieabwässer geschützt. Mit der Firma Lobbe wurde ein Käufer gefunden, der auf dem hart umkämpften Entsorgungsmarkt seit vielen Jahrzehnten erfolgreich tätig ist. Die Vertragspartner freuen sich auf eine partnerschaftliche und hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit am Standort Iserlohn.

Über Lobbe

Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Umweltdienstleistungen aus einer Hand. Die Schwerpunkte im Leistungsportfolio liegen in den Bereichen Industrieservice, Abfallentsorgung, Wertstoffaufbereitung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

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Landesumweltministerin Christina Schulze Föcking besucht Lobbe-Wertstoffaufbereitungsanlage in Iserlohn

Iserlohn. Nordrhein-Westfalen übernimmt mit mehr als 90.000 Beschäftigten in der Ressourcenwirtschaft eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft. Davon sind mehr als 35.000 in Südwestfalen beschäftigt. Eine Region, die seit langem auf besondere Kompetenzen in der Abfallwirtschaft verweisen kann. Als jüngste technische Innovation gilt die Wertstoffaufbereitungsanlage (WAA) der Lobbe-Gruppe in Iserlohn. 14 Millionen Euro hat das Unternehmen in den neuesten Stand der Sortiertechnik und Energieeffizienz investiert. Bereits 2015 wurde die Anlage im Rahmen der Landesinitiative KlimaExpo.NRW als qualifiziertes Projekt ausgezeichnet. Landesumweltministerin Christina Schulze Föcking überzeugte sich, insbesondere mit Blick auf die ab 2019 geltenden Vorgaben des Verpackungsgesetzes, persönlich vor Ort.

Die Anlage sortiert jährlich 95.000 Tonnen Leichtverpackungen aus der Sammlung der Dualen Systeme (Gelber Sack, Gelbe Tonne und Wertstofftonne) in ein Dutzend Sortierfraktionen. Modernste Technik sorgt dafür, dass beispielsweise vier Kunststoffarten sortenrein aussortiert werden. Diese Sortenreinheit ist die Voraussetzung dafür, dass Kunststoffe als Rezyklate wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können. Im Rahmen ihres Besuches diskutierte Landesumweltministerin Christina Schulze Föcking mit Lobbe-Geschäftsführer Michael Wieczorek über die aktuelle Situation rund um das Thema Sekundärrohstoffe.

Die im neuen Verpackungsgesetz festgeschriebene Steigerung der Recyclingquoten sieht Michael Wieczorek als positive Herausforderung für alle Beteiligten: „Unsere Sortieranlage ist bereits auf die höheren Anforderungen des Verpackungsgesetzes ausgerichtet und erfüllt bereits die geforderte Quote von 50 Prozent. Woran jedoch noch dringend gearbeitet werden muss, ist die hohe Fehlwurfquote in den gelben Tonnen, Säcken und Wertstofftonnen, die in Einzelfällen bis zu 50 Prozent beträgt. Dass die Informationspflicht über Sinn und Zweck der getrennten Sammlung von Verpackungen durch das neue Gesetz jetzt wieder in den Fokus rückt, ist daher längst überfällig.“ Er forderte deutlich mehr Öffentlichkeitsarbeit seitens der Systembetreiber und der kommunalen Abfallberatung.

Anhand der Sortierung von Kunststoffverpackungen erläuterte er der Ministerin ein Problem, das auch die leistungsfähigste Anlage nicht lösen kann. „Immer mehr Produkte werden in sogenannten Multilayer-Verpackungen oder Verbunden auf den Markt gebracht. Diese sind praktisch gar nicht mehr trennbar und somit trotz innovativer Sortiertechnik für die stoffliche Verwertung verloren. Hier sind die Verpackungshersteller in der Pflicht, ihre Produkte recyclingfähig und ressourcenschonend zu gestalten. Deshalb ist es ein richtiger Schritt, dass künftig ökologische Kriterien wie insbesondere die Recyclingfähigkeit bei den Lizenzentgelten der dualen Systeme stärker berücksichtigt werden. Das ist hoffentlich ein Anreiz für mehr Ökodesign in der Verpackungsindustrie.“

Es ist viel in Bewegung beim Thema Kreislaufwirtschaft und das ist aus Sicht der überwiegend privatwirtschaftlichen Unternehmen dieser Branche positiv. Dabei ist die Iserlohner Wertstoffaufbereitungsanlage ohne Frage ein Leuchtturmprojekt. Klar ist aber auch, dass innovative Sortiertechnik allein die Probleme globaler Absatzmärkte für Sekundärrohstoffe nicht lösen kann. Vielmehr bedarf es darüber hinaus ebenso der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Sekundärrohstoffen durch notwendige Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern. Eine Stellschraube könnte deshalb eine gesetzliche Pflicht zum mindestens teilweisen Einsatz von Recyclingmaterial in der Produktion sein. Dass über all diese Aspekte gerade diskutiert wird ist gut – sowohl für die Umwelt, als auch für die Wirtschaft.

Mit Blick auf die öffentliche Diskussion um das chinesische Importverbot von Kunststoffabfällen, sagte Schulze Föcking: „Das chinesische Importverbot für Kunststoffabfälle ist ein Signal und unsere Chance, ein Umdenken bei Industrie, Handel, Politik und Verbrauchern zugunsten einer Marktverbesserung für Recyclingprodukte zu erreichen“. Sie betonte, dass durch eine sehr gute Infrastruktur die Entsorgungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen in der Lage sei, die Wertstoffe hochwertig zu verarbeiten.

Die Ministerin zeigte sich bei ihrem Besuch in Iserlohn beeindruckt: „Als Umweltministerin war es mir wichtig, mir einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Wir haben mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen 2017 ja schon gezeigt, welchen Stellenwert NRW in diesem Bereich hat. Diesen gilt es auszubauen. Dazu gehört auch, dass wir uns in NRW noch mehr moderne Sortieranlagen für Kunststoffe aus der LVP-Sammlung wünschen würden, um die Verwertungsmöglichkeiten auch regional zu stärken. „Weil die Flächen für solche neue Anlagen nicht beliebig vermehrbar sind, müssen wir den Fokus verstärkt auch auf reaktivierbare Brachflächen richten “, sagte die Ministerin und würdigte das Engagement der Firma LOBBE im nordrhein-westfälischen Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV).

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Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Umweltdienstleistungen aus einer Hand. Die Schwerpunkte im Leistungsportfolio liegen in den Bereichen Industrieservice, Abfallentsorgung, Wertstoffaufbereitung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

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Innovative Techniken in der Industriereinigung nehmen den Mensch aus dem Gefahrenbereich

Tankwaschkopf im Käfig

Die Luftreinhaltungsanlage des Aluminiumwerkes werden mit automatisierten Techniken wie dem Tankwaschkopf im Käfig gereinigt

Duisburg, 6.12.17 – In einem Aluminiumwerk wie bei Trimet in Voerde industriell zu reinigen, ist eine besondere Aufgabe – denn die Produktionsstätten von Aluminium haben ihre Eigenheiten, bedingt durch die Herstellung mittels elektrischer Stoffumwandlung, kurz Elektrolyse. Eine der Luftreinhaltungsanlagen in der Anodenfabrik sowie die des Brennofens von Trimet sollten von Teer-Pech-Rückständen aus dem Herstellungsprozess befreit werden. Lobbe Industrieservice hat dazu eine eigene Konstruktion zur Reinigung der Verbindungsrohre zwischen den beiden Rauchgasanlagen eingesetzt: Einen Tankwaschkopf im Käfig. „Uns ging es in allererster Linie um den Arbeitsschutz. Immerhin wird mit Wasserhöchstdruck in Bereichen von 1.000 bar gearbeitet. Durch die Käfig-Konstruktion halten sich die entsprechenden Facharbeiter außerhalb des Gefahrenbereiches auf“, sagt Dr. Reinhard Eisermann, Geschäftsführer Lobbe Industrieservice. Ein Tankwaschkopf wird üblicherweise zur Reinigung von großen Vorrats- und Lagerbehältern, wie sie auch auf Raffinerien zu finden sind, eingesetzt. Diese Neukonstruktion eignet sich in der Aluminium-Produktion allerdings auch für gekrümmte Rohre. „Mit diesem technischen Hilfsmittel muss keiner unserer Mitarbeiter mehr in das großvolumige Rohr steigen, sondern kann den Tankwaschkopf aus sicherer Entfernung positionieren und steuern“, so Dr. Eisermann.

Rückstoßkräfte sorgen für Rotation

Im November 2017 hatte Lobbe Industrieservice den Auftrag, eine Reinigung an Bereichen des Brennofens, an einer der beiden Luftreinhaltungsanlagen sowie an verschiedenen Verbindungsrohren dieser Anlage bei Trimet in Voerde vorzunehmen. Dazu wurde zum einen ein Tankwaschkopf an zwei Halterungen befestigt und durch das gekrümmte Abgasrohr zwischen beiden Rauchgasfiltern gezogen. Um den Waschkopf nicht zu beschädigen, hat Lobbe Industrieservice dazu eine käfigartige Konstruktion angefertigt. Der Waschkopf liegt darin frei um seine Achse beweglich. Der Rückstoß des Wassers mit 1.000 bar versetzt den Arm des Tankwaschkopfes nun in eine Drehbewegung um seine eigene Achse. Zusätzlich dreht sich der Korpus des Tankwaschkopfes um sich selbst. Diese Drehung um zwei Achsen sorgt dafür, dass der austretende Wasserstrahl jeden Punkt der Rohr- oder  Behälterwand erreicht. Für einen nachhaltigen Effekt ist die Auswahl der Düsengröße und der Winkel der Düsenanordnung ganz entscheidend für die Reinigungsleistung – denn schließlich sollen alle Innenwände des Rohres sauber werden. Eine Magnetbremse im Inneren des Waschkopfgehäuses sorgt für eine konstante Rotationsgeschwindigkeit. Lobbe hat als führender Anbieter von Hochdruck-Verfahren das fachliche Know-How für die Kombination der jeweils optimalen Düsen. Die Vorteile eines solchen innovativen Verfahrens liegen auf der Hand: Der Tankwaschkopf erreicht auch äußerst schwer zugängliche Stellen und der Facharbeiter befindet sich außerhalb des Gefahrenbereiches. Zum anderen setzten die Fachleute von Lobbe eine große Kanalreinigungsdüse ein, die hier zur Reinigung einer großen Abgasleitung eingesetzt wurde. Dieses Gerät wird wegen seines Aussehens auch als „Bombe“ bezeichnet und verfügt über zehn versetzt angeordnete Hochdruck-Düsen, aus denen das Wasser austritt. Nachdem ein Sicherheitsnetz vor die Öffnung des Rohres angebracht ist, kann die „Bombe“ von außen durch den Hohlraum gezogen werden – auch hier befinden sich die jeweiligen Facharbeiter, die die Kanalreinigungsdüse positionieren, außerhalb des Gefahrenbereiches.

Keine Reststoffe in die Umwelt

Mit zu dem professionellen Lobbe-Equipement gehört ein Saug-Druck-Tank-Fahrzeug. Dieses verfügt nicht nur über eine Vakuumpumpe, sondern auch über eine Hochdruckpumpe die einen Wasserdruck von bis zu 1.000 bar erzeugen kann. Zudem ist ein Wassertank von 3.000 Litern Fassungsvermögen installiert, um das von einem Hydranten aufgenommene Wasser zunächst ausgasen zu lassen. Nur ausgebildete Fachkräfte dürfen am Bedienfeld die jeweiligen Wassermengen und –drücke einstellen. Das verschmutze Wasser von der Reinigung wird vom gleichen Fahrzeug wieder aufgenommen und in einen Tank mit sechs Millimetern Wandstärke aus Duplex-Stahl gesaugt. Das Brauchwasser wird zunächst in Mulden gepumpt. Wenn sich die Feststoffe in der Mulde abgesetzt haben, wird die Flüssigkeit an der Oberfläche abgesaugt und bei darauf spezialisierten Annahmestellen entsorgt.

Aluminium ist überall

Aluminium ist ein Allzweck-Metall: In der Luftfahrtindustrie, zum Bau von Automotoren oder im Haushalt als Folie ist das leichte und feste Material nicht mehr wegzudenken. Doch die Gewinnung von Aluminium ist nicht ganz einfach. Als Bauxit kommt es in Tonerde vor. Statt durch Hitze wie bei Eisenerz wird das reine Aluminium durch Elektrolyse gewonnen. Dazu benötigt man einen Pluspol, die Anode und einen Minuspol, die Kathode – ähnlich wie in einer herkömmlichen Batterie. Die Dimensionen in einem Aluminiumwerk sind allerdings beträchtlich größer als die Ausmaße einer herkömmlichen Batterie. Die Anoden sind Verbrauchsmaterialien, denn diese schmelzen innerhalb von drei Wochen bei dem elektrolytischen Prozess. Trimet Aluminium in Voerde stellt solche Anoden her: Aus Pech, Petrolkoks und Stäuben, die sich zu einer festen Masse verbinden lassen. In die Öffnungen der gigantischen Blöcke werden dann leitende Stäbe eingebracht, die Pins, um ein Spannungsfeld zwischen Anode und Kathode zu erzeugen. Dieses Spannungsfeld erzeugt Temperaturen von rund 960 Grad Celsius und löst die in einem Salzbad befindliche Tonerde in Aluminum und Sauerstoff auf. Sauerstoff und Kohlenstoff der Anode verbinden sich anschließend zu Kohlendioxid. Die Gase und die Tonerde-Stäube, die bei dem Prozess entstehen, werden durch Rauchgaseinrichtungen geführt, durch Wassernebel gekühlt und durch einen Filter aus Säcken gereinigt.

Über Trimet Voerde

Im Mai 2014 hat TRIMET die Voerde Aluminium GmbH übernommen und damit seine Produktionskapazität für Primäraluminium weiter ausgebaut. In der Aluminiumhütte und der angrenzenden Anodenfabrik arbeiten insgesamt 280 Mitarbeiter und machen damit den Standort Voerde zu einem wichtigen Standbein für die Herstellung von hochreinem Aluminium in Deutschland.

Auf bewährte Qualität vertrauen

In Voerde entsteht Tag für Tag Rohaluminium, das anschließend zu Walz- und Pressbarren weiterverarbeitet wird. Zusätzlich werden in der Anodenfabrik die für den Elektrolyseprozess notwendigen Anoden produziert. Sowohl die Mitarbeiter als auch die technische Ausstattung stellen dabei sicher, dass nur einwandfreie Qualität das Werk verlässt.

Das Voerder Werk im Überblick:

  • 188 Elektrolyseöfen in 2 Hallen, PBCWPF (Kaiser-Technologie, side by side)
  • Gleichrichteranlage mit Anbindung an das Höchstspannungs-Netz
  • 000 Tonnen Elektrolysealuminium-Jahresproduktionskapazität
  • Eigene Hafenanlage und Logistik zum Entladen von Aluminiumoxid und Petrolkoks
  • Anodenfabrik mit offenem Ringkammerofen. In den 36 Sektionen werden mit modernster Technik bis zu 65.000 Tonnen gebrannte Anoden bei niedrigstem spezifischen Energieverbrauch hergestellt
  • 300 Mitarbeiter, davon 10 Auszubildende

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Stahlbau, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.800 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 260 Millionen Euro (Stand 2016).

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Iserlohn. Kreislaufwirtschaft lebt vom Mitmachen aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette. Dabei ist der erste Schritt auf dem Weg zur Wiederverwertung die praxisnahe Sammlung. Hier ist Lobbe in unterschiedlichen Bereichen ein bewährter Partner mit großer Erfahrung. Mit sechs Betriebsstätten unterstützt Lobbe nun auch die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH bei der Erfassung und Bündelung von kleineren Mengen alter PVC-Fenster, -Rolladen und -Türen für das Recycling.

Rewindo ist die Recycling-Initiative für ausgebaute Fenster, Rollladen und Türen aus Kunststoff der deutschen Kunststoffprofilhersteller. Sie organisiert seit 2002 bundesweit die Verwertung von ausgedienten Kunststofffenstern und Co. Knapp 30.000 Tonnen hochwertiges PVC-Regranulat wurden 2016 aus rund 1,8 Millionen recycelter Altfenster sowie über 74.000 Tonnen Produktionsabfall von Fenster- und Bauprofilen gewonnen. Das Regranulat dient als qualitativ gleichwertiger Rohstoff bei der Herstellung neuer Produkte.

Ausschlaggebend für die Wiederverwertung ist neben der guten Recyclingfähigkeit des Werkstoffs nicht zuletzt die praxisnahe logistische Umsetzung. Dazu gehört neben einem flächendeckenden Abholsystem auch die  Erweiterung eines Annahmenetzes für Montagetrupps und Handwerksbetriebe, die ausgebaute Fenster auch in Kleinstmengen nicht zwischenlagern können. Diese Infrastruktur wird nun mit den Lobbe-Standorten Arnsberg, Attendorn, Bergneustadt, Brilon, Hagen und Iserlohn wesentlich verbessert. Ohnehin sind diese Standorte mit ihren Wertstoffhöfen eine komfortable Entsorgungsmöglichkeit für die Gewerbetreibenden in der Region. Diese in das Rewindo-Netzwerk zu integrieren, war für Lobbe-Geschäftsführer Christoph Aßmann demnach nur folgerichtig: „Die Voraussetzungen an diesen Standorten sind optimal und für die selbstanliefernden Gewerbebetriebe ist das eine sehr sinnvolle Ergänzung.“

Dass Kreislaufwirtschaft mit leistungsstarken Partnern gut funktioniert, zeigt sich übrigens auch bei der Sammlung von Leuchtmitteln. Bereits seit einigen Jahren ist Lobbe für das Rücknahmesystem Lightcycle in Nordrhein-Westfalen tätig. Nach erfolgreicher Ausschreibung wird sich nun die Zusammenarbeit 2018 und 2019 fortsetzen und es konnten sogar weitere Lose hinzugewonnen werden.

Nur zwei Beispiele, die zeigen, wie im partnerschaftlichen Miteinander Stoffkreisläufe gelingen und aus Abfällen neue Werte entstehen können.

Bild: Einsatz des Tankwaschkopfes im Sinterbrunnen

Wasserhöchstdruck und Riesensauger sorgen in der Stahlproduktion für reibungslose Abläufe

Duisburg ist noch immer das kochende Herz des Ruhrgebietes – hier befindet sich Europas größter Stahlstandort – und Lobbe unterhält auf zwei Stahlwerken eine Betriebsstätte. Innerhalb von vier Tagen waren jetzt mehr als 200 Mitarbeiter von Lobbe für 96 Stunden auf einem eng begrenzten Bereich eines Werksgeländes beschäftigt: Sie reinigen Teile des Stahlwerkes, Hochofen, Wasseraufbereitung und Bunkern. Nicht mit Schaufel und Besen, sondern mit intelligenter Technologie. Lobbe ist Spezialist für Wasserhochdruck-Reinigungsaufgaben in produzierenden Werken. „Wir setzen Luftförderanlagen ein, die mittels eines extrem Vakuums Staub und feste Reststoffe der Produktion aufnehmen – vergleichbar mit einem gigantischen Staubsauger. Ein Tankwaschkopf, der – dem Rotor eines Hubschraubers ähnlich – fast von allein große Vorratstanks von bis zu 150 Kubikmetern Fassungsvermögen mit über 1.000 bar Wasserhöchstdruck reinigen kann“, so Dr. Reinhard Eisermann, Geschäftsführer Lobbe Industrieservice GmbH & Co. KG. Hinzu kommen Saug-Druck-Tankwagen mit modernster Technik, die nicht nur für Wasserhochdruck sorgen können, sondern vor allem Schmutzwasser sofort aufnehmen und anschließend der fachgerechten Entsorgung zuführen – eine organisatorische und technische Meisterleistung. Ist alles gereinigt, können Reparatur- und Wartungsarbeiten beginnen, damit die Stahlproduktion anschließend wieder reibungslos laufen kann.

Pflege muss sein

Duisburg, „Größter Stahlstandort Europas“, lebt von der Produktion dieses Allround-Metalls. Mit einer jährlichen Produktion von mehr als 15 Millionen Tonnen Rohstahl ist die Stadt nicht nur der mit Abstand größte, sondern auch der dynamischste Stahlstandort ganz Europas. Rund 18.000 Menschen in Duisburg verdienen in der Stahlproduktion ihr Geld. Für die Produktion wird unter anderem Sinter benötigt, eine Mischung aus Kohle und Eisenerz, die zur Erzeugung hoher Temperaturen notwendig ist. Sinter allerdings lagert sich auch an Motoren, Rohren und Flächen ab. Dass eine solch enorme Produktion in regelmäßigen Abständen gewartet und zuvor gereinigt werden muss, versteht sich von selbst.

Wie ein Hubschrauber

Im Rahmen des diesjährigen Stillstandes reinigte Lobbe nicht nur Flächen und Rohre, sondern auch einen riesigen Vorratsbehälter. Der Bunker speichert üblicherweise 100 Kubikmeter Sinter. Um Personen aus dem Gefahrenbereich herauszuhalten setzt Lobbe hier eine halbautomatische Technologie ein: Den rotierenden Tankwaschkopf. Er wiegt 25 Kilo und verfügt über einen Rotorarm, der sich mittig an einer Welle befindet. Aus den Düsen des Armes pressen sich nun mit Überschallgeschwindigkeit jede Minute 260 Liter Wasser insgesamt heraus, verteilt auf beide Enden des Armes. Und das mit einem Druck von rund 1.000 bar. Zum Vergleich: Ein Gartenschlauch kommt gerade einmal auf vier Bar. Die Rückstoßkräfte des immensen Wasserstrahles sorgen dafür, dass sich der Arm um seine eigene Achse dreht. Je nach Größe und Beschaffenheit des Großbehälters wählen die Spezialisten von Lobbe die geeigneten Düsengrößen aus.

Gigantische Saugkraft durch Unterdruck

Insbesondere bei Stäuben und anderen festen Reststoffen hat sich zu Reinigungszwecken der Einsatz von Luftfördertechnik bewährt. Insgesamt 23 dieser Arbeitsgeräte setzt Lobbe hier ein. Im Inneren befindet sich eine so genannte Vakuumpumpe; eine Pumpe, die einen extremen Unterdruck und damit einen starken Sog erzeugt – ähnlich, wie bei einem Staubsauger. Spezielle und besonders widerstandsfähige Schläuche werden vom Fahrzeug in den Arbeitsbereich verlegt. Der „Vacupress“ hat enorme Kräfte – so starke, dass nur gut ausgebildetes Personal den „Riesenstaubsauger“ bedienen darf. Die Sogwirkung verhindert zudem, dass Ablagerungen aufgewirbelt werden. Wird der Luftstrom der Vakuumpumpe umgelenkt, lassen sich damit Dächer in Höhen bis zu 80 Metern problemlos bekiesen.

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Stahlbau, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 280 Millionen Euro (Stand 2016).

Azubis starteten mit Workshops zum Kennenlernen

Iserlohn. Die strahlenden Gesichter der Berufsanfänger und der Lobbe-Mitarbeiter zeigen: 39 Azubis und Lobbe haben in diesem Jahr den perfekten Partner für den zukünftigen Beruf gefunden. Angesichts des Fachkräfte-Mangels ist Lobbe stolz, eine Vielzahl von Auszubildenden begrüßen zu können. Erstmals stehen den kaufmännischen Auszubildenden auch „Paten“ für alle Fragen und Informationen an der Seite.

Das Thema Umweltdienstleistungen steht bei der Berufswahl hoch im Kurs. Es ist ein Beruf mit Zukunft – das belegt eine kürzlich durchgeführte Studie „Deutschlands beste Jobs mit Zukunft“ vom Magazin Focus. „Daher gilt ein Beruf in unserer Branche als zukunftsfähig und für den persönlichen Lebensplan auch als verlässlich – zwei wichtige Bedingungen für junge Menschen“, weiß Ernst-Peter Rahlenbeck, Geschäftsführer der Lobbe Holding. Zudem, so Rahlenbeck, sei der Umgang mit modernster Technik ein weiterer Anreiz für den Berufseinstieg im Bereich Umweltdienstleisungen. „Wir bieten bei entsprechender Leistung sowohl Übernahmechancen als auch sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten“. Denn Lobbe bildet grundsätzlich für den eigenen Bedarf aus.

Die jungen Leute sind hoch motiviert; sie erhielten eine Einführung von verschiedenen Abteilungsleitern und nahmen an mehreren Workshops teil. Viele hatten sich sichtlich fundierte Gedanken gemacht, wie der Umstieg von der Schulbank ins Berufsleben aussieht, was verantwortliches Handeln und Teamarbeit bedeuten. Das abschließende, gemeinsame Mittagessen mit der Gesellschafterfamilie Edelhoff und den Lobbe-Führungskräften war für alle ein gelungenes Highlight, bevor es in die einzelnen Abteilungen ging.

Die diesjährigen Auzubis absolvieren eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer (16), Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (11), Industriekaufmann (5), Kfz-Mechatroniker (3), Industriemechaniker (2), Kaufmann für Büromanagement (1) und Informatikkaufmann (1). Mit den neuen Berufseinsteigern werden bei Lobbe aktuell insgesamt 100 Nachwuchskräfte ausgebildet.

Gelsenkirchen  – Kunstfasern, Waschmittel, Dämmstoffe oder Arzneimittel werden aus ihnen hergestellt – hochreine Substanzen wie Benzol, Toluol, Xylol und Arsol. Diese Chemikalien produziert Arsol Aromatics in einer großen Anlage mitten im Ballungsraum Ruhrgebiet.   Zu den hohen Standards von Arsol Aromatics gehört auch die Revision seiner zahlreichen Destillationskolonnen, Wärmetauschern und Behältern einmal im Jahr. Dazu kam die Produktion zum Stillstand und Lobbe rückte zur Reinigung der Anlage an, bevor Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten stattfinden konnten. Lobbe hat im Rahmen des Revisionsauftrages in fünf Tagen und Nächten im Schichtdienst mit robotergestützter Technik die Reinigung der Anlage vorgenommen. Der Roboter kann allerdings nicht nur „putzen“, der angeschlossene Rechner zeichnet zugleich den Reinigungsvorgang auf.

Hochdruckwasser in Überschallgeschwindigkeit

Insgesamt acht Wärmetauscher mit je mehreren Hundert Rohren, verschiedene Tanks und Rohrleitungen standen auf dem Einsatzplan. Lobbe setzte hauptsächlich Wasserhochdrucktechnik ein – mit einem Druck von bis zu 2.500 Bar, das in Überschallgeschwindigkeit aus den Düsen austritt. Zum Vergleich: ein Gartenschlauch kommt auf ganze 4 Bar, ein haushaltsüblicher Hochdruckreiniger auf 130 Bar. Neben der manuellen Arbeit mit der Hochdruckpistole gegen Ablagerungen auf Rohrleitungen kam der Tankwaschkopf zum Einsatz: der an einen Hubschrauber erinnernde Waschkopf schwebt förmlich in dem Behälter und kann mit seinen vier Hochdruckdüsen dreidimensional reinigen, ohne dass ein Facharbeiter in den Tank hineinklettern muss.

 

 

Roboter ist schnell und gründlich

Für die Reinigung von über Tausend Rohren mit einem Durchmesser einer 1-Euro-Münze von jeweils sechs bis acht Metern Länge greift Lobbe Industrieservice auf eine speziell hierfür konzipierte Technologie zurück. Beim Robotized Lance Frame (RLF) wird zunächst ein Rahmen (Frame) mit drei Achsen (Breite, Höhe, Tiefe) aufgebaut, an dem sich der Antrieb für die Hochdruckschläuche bewegt. Gesteuert wird das System mittels eines Rechners. Jeweils bis zu drei Stahlschläuche reinigen unter Hochdruck die Rohre. Der Vorteil dieses Verfahrens: Es können jeweils drei Rohre zugleich gereinigt werden, ein Computer zeichnet den Reinigungsvorgang auf und der Facharbeiter befindet sich außerhalb des Gefahrenbereiches. Dieser steuert mittels Fernbedienung punktgenau die nächste Position für den RLF an. Welche Position das ist, weiß der Computer, der sich in einem wassergeschützten Gehäuse befindet. Im gleichen Arbeitsschritt wurde das Spülwasser mit einem speziellen Saugdruckwagen aufgenommen und später fachgerecht entsorgt.

Fünf Tage und vier Nächte

Insgesamt wurde die gesamte Reinigung in nur fünf Tagen und vier Nächten abgeschlossen. All das diente dem Erhalt des hohen Sicherheitsstandards von Arsol Aromatics. Nach Ende der Arbeiten erfolgte die Abnahme durch den TÜV Nord.

arsol aromatics

Die Arsol Aromatics GmbH & Co. KG stellt chemische Grundstoffe aus Rohbenzol her, welches in den Kokereien ihrer Gesellschafter und weiterer Kokereibetreiber aus aller Welt erzeugt wird. Die Wurzeln von Arsol Aromatics reichen bis in das Jahr 1898 zurück, als Kokereibetreiber den Benolverband (B.V.) gründeten. In der hochmodernen Anlage werden unter strengsten Umweltauflagen hochreine Chemikalien hergestellt, die von den Kunden in der chemischen Industrie zu vielfältigen Produkten für den täglichen Gebrauch weiter verarbeitet werden.

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.800 Beschäftigte an über 40 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 260 Millionen Euro (Stand 2016).

Tim Rahlenbeck, Prokurist Lobbe Industrieservice, überreicht Sebastian Schulz ein Geschenk für sein Engagement. Stolz sind auch Lisa Stalp (Personalleiterin), Wernfried Steinau (Betriebsleiter) und Christian Melchert (Ausbildungsleiter).

Mit dem WeGebAU-Programm ermöglicht die Agentur für Arbeit 11 berufserfahrenen Beschäftigten von Lobbe Industrieservice einen Berufsabschluss und damit eine bessere Beschäftigungsperspektive.

Schulbank drücken, über Büchern büffeln und statt Grillabenden sind Lerngemeinschaften angesagt. Was für einen 15-jährigen normal ist, war für die Kandidaten, die nach vielen Jahren der Berufstätigkeit im Nachhinein ihren Facharbeiter-Brief machen wollten, schon etwas Besonderes. „Auch wir spüren die Auswirkungen des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften. Daher haben wir uns entschlossen, neue Lösungswege zu beschreiten“, sagt Lisa Stalp, Personalleiterin bei Lobbe Industrieservice.

Unterstützung fand das Unternehmen beim gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg mit einer Beratung zum WeGebAU-Programm. Mit der „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer/innen in Unternehmen“ besitzt die Agentur für Arbeit Duisburg eine Fördermöglichkeit, deren Abkürzung WeGebAU gleichzeitig Programm ist. Petra Neu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Duisburg umschreibt das Programm so: „Die Agentur für Arbeit kann damit Beschäftigten einen Weg zu einem besseren Qualifikationsniveau und Unternehmen einen Weg zu qualifiziertem Personal bauen. Wir fördern wie bei Lobbe Industrieservice zum Beispiel die Vorbereitung von ungelernten Beschäftigten auf die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer. Das Unternehmen erhält auf diese Weise neue Fachkräfte und die Beschäftigten schaffen sich mit dem Facharbeiterabschluss eine bessere berufliche Perspektive. Denn es ist bekanntermaßen so, dass Fachkräfte viel seltener arbeitslos werden oder – wenn es einmal zu einer Entlassung kommt – schneller wieder eine Neuanstellung finden. Mein Glückwunsch zum Durchhaltevermögen und erfolgreichen Abschluss an die neuen Fachkräfte!“

Lobbe Industrieservice hat teils langjährige, angelernte Arbeitskräfte dabei unterstützt, ihren qualifizierten Abschluss nachzuholen. Insgesamt 11 Kandidaten verfügen jetzt über einen anerkannten Berufsabschluss als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Sebastian Schulz, 46-jähriger Familienvater, ist einer von ihnen: „Klar hat man das Wissen nach so vielen Berufsjahren – und trotzdem war es mir wichtig, endlich einen ordentlichen Abschluss zu haben, um meinem Sohn ein Vorbild zu sein.“ Schulz ist Vater zweier Söhne, einer von ihnen ist acht Jahre alt und macht sich bereits Gedanken über seine Berufswahl. Auf die Frage: „Papa, was bist Du denn?“ immer nur mit einem verlegenen Schulterzucken zu antworten, das wollte Sebastian Schulz nicht mehr. Also entschloss sich der 46-jährige, noch einmal die Schulbank zu drücken und fand: „das war gar nicht so schlimm, wie ich erst befürchtet habe!“. Jetzt ist Sebastian Schulz zu Recht stolz auf sich – neben dem Facharbeiter-Abschluss gibt es für ihn noch eine Portion Selbstbewusstsein gratis dazu. „Ich würde das jederzeit noch einmal machen“, resümiert er.

Die Kandidaten eigneten sich innerhalb eines guten Jahres die Fachkenntnisse an, die üblicherweise in der Ausbildung in drei Jahren unterrichtet werden – also musste eine Menge Lernstoff in kurzer Zeit bewältigt werden. „Wir haben uns samstags in der Firma getroffen und gemeinsam gelernt – das hat motiviert. Und für den theoretischen Unterricht hat uns Lobbe ja auch freigestellt“, berichtet David Bürks. Auch er hatte mit 29 Jahren schon längst die Schulbank hinter sich gelassen. „Die Chance, einen richtigen Abschluss mit der Unterstützung des Arbeitgebers zu machen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Bürks kam durch eine Zeitarbeitsfirma zu Lobbe und war dort seit 2013 fest angestellt – allerdings als ungelernte Kraft. „Die Prüfung war wirklich nicht leicht, besonders Mathe hat mir Kopfzerbrechen bereitet“, sagt der Vater von zwei Jungen. „Aber das eine Jahr ging wirklich schnell um. Jetzt kann ich richtig stolz auf mich sein“.

Lisa Stalp, Wernfried Steinau (Betriebsleiter) und Christian Melchert (Ausbildungsleiter) betreuten die Kandidaten engmaschig und zitterten mit ihnen: „Diejenigen, die wirklich Respekt vor der Prüfung hatten und mit sich kämpfen mussten, haben sogar mit Bravour bestanden – und darüber freuen wir uns am Meisten!“ Und nicht nur die frisch gebackenen Fachkräfte können stolz sein. Lobbe freut sich über erfahrene Mitarbeiter, die die Abläufe und Gegebenheiten der Kunden kennen und jetzt auch ihren Abschluss in der Tasche haben.

Dietmar Faust, Projektleiter des Bildungsträgers arvaport Dienstleistungsgesellschaft mbH, beschreibt die Voraussetzungen, die für ein Gelingen des Projekts wichtig waren: “Möglich wurde dieser Erfolg nur durch die verknüpfte Nutzung besonderer bildungs- und förderpolitischer Gegebenheiten, die leider immer noch zu wenig bekannt sind. Doch von entscheidender Bedeutung war die Motivation der Teilnehmer und die Bereitschaft der Firma Lobbe, ein solches Bildungsprojekt für ihre Arbeitnehmer einfach mal anzugehen, etwas, was wir leider nicht immer antreffen. Nur der engen und kompetenten Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber, der Agentur für Arbeit in Duisburg und der arvaport GmbH ist es zu verdanken, dass wir den Mitarbeitern der Firma Lobbe überhaupt eine derart passgenaue und zielgerichtete Nachqualifizierungsmaßnahme anbieten konnten. Das nun abschließend erzielte Ergebnis ist nicht nur aller Ehren wert, sondern eine Bestätigung dafür, dass durch das engagierte Zusammenarbeiten der Beteiligten solche Ergebnisse erzielt werden können. Es freut uns besonders für die Teilnehmer, die doch etwas aufgeregt in die Maßnahme gestartet waren und nun den verdienten Lohn der Mühe erhalten haben. Herzlichen Glückwunsch dazu.“

Information von Lobbe Industrieservice zum Unternehmen: Lobbe leistet konsequenten Service rund in den Bereichen Sanierung, Industrieservice und Entsorgung. Umwelt- und Ressourcenschonung sind dabei Themen, die immer wichtiger werden. Lobbe ist im Bereich Umweltdienstleistungen ein innovatives, technikorientiertes Unternehmen mit über 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das mittelständische Familienunternehmen hat den Grundsatz, für den eigenen Bedarf auszubilden.

Auftaktgespräch von Entsorger und Politik mit positiven Signalen

Iserlohn, 18.8.2017 – Am 17. August fand das erste Treffen zwischen der Umweltministerin NRW Christina Schulze Föcking, Herrn Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann, dem Vorsitzenden des BDE-Regionalverbands NRW und Geschäftsführer Lobbe Holding Ernst-Peter Rahlenbeck und BDE-Präsident Peter Kurth statt. Vornehmlich standen die Auswirkungen der neuen Verpackungsverordnung im Mittelpunkt der Gespräche. Die Verpackungsverordnung schreibt künftig höhere Recycling-Quoten für Kunststoffe vor. „Die höheren Quoten machen eine moderne Sortierung der Wertstoffe notwendig, über die wir bereits verfügen und in die wir auch künftig investieren werden“, sagt Ernst-Peter Rahlenbeck.

Weniger Bürokratie, mehr Innovation

Begrüßt wurde vor allem der Trend, künftig auf weniger Bürokratie zu setzen. Denn die bundeseinheitlichen Rahmenbedingungen schafft zwar das Kreislaufwirtschaftsgesetz, doch die Umsetzung in den jeweiligen Bundesländern wird durch die Abfallgesetze der Länder geregelt. „Hier hat gerade NRW in der Vergangenheit mehr Bürokratie und Verordnungen eingeführt, die vom Bund nicht gefordert waren. Das hat die Entsorgung letztlich nur stärker bürokratisiert, aber nicht verbessert. Künftig setzen wir auf weniger Bürokratie, das stärkt die Innovationskraft der Entsorgungsunternehmen“, so Ernst-Peter Rahlenbeck. Umweltministerin Christina Schulze Föcking wird in den kommenden Monaten die Lobbe-Sortieranlage in Iserlohn besuchen.

Das Verpackungsgesetz ab 2019

Ziel ist es, das Recycling – aber auch die Vermeidung – von Verpackungsabfällen noch stärker zu fördern.  Künftig sollen deutlich höhere Recycling-Quoten für die im Dualen System lizenzierten und erfassten Verpackungen erreicht werden. So steigt zum Beispiel die Recycling-Quote für die im Dualen System lizensierten und erfassten Verpackungen erreicht werden. So steigt zum Beispiel die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen von bisher 36 Prozent bis zum Jahr 2022 auf 63 Prozent. Auch bei anderen Verpackungsmaterialien werden die Recycling-Quoten deutlich erhöht, bei Metallen, Glas und Papier auf 90 Prozent. Möglich ist dies nur, wenn die Entsorger in moderne Sortiertechnik investieren. Lobbe betreibt in Iserlohn die modernste Sortieranlage Europas. Hier werden, neben anderen Wertstoffen, vier verschiedene Kunststoffarten sortenrein für das Recycling sortiert. Lobbe plant, in weitere Anlagen nach modernsten Standards zu investieren.

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.800 Beschäftigte an über 40 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 260 Millionen Euro (Stand 2016).


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