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Neue Verwertungsmöglichkeiten für Kunststoffabfälle

Iserlohn. Die Lobbe Gruppe mit Sitz in Iserlohn übernimmt mit Wirkung zum 15.08.2018 die Mehrheit an der FVH Folienveredelung Hamburg GmbH & Co.KG mit Sitz in Schwerin. Übernehmender Gesellschafter  wird die Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG mit einem Anteil von 80 Prozent sein. Die FVH gilt als Spezialist für das Recycling von verschmutzten und vermischten Kunststofffolien sowie Mischkunststoffen – also allen Kunststoffen, die sonst nicht zugeordnet werden können – und stellt hochwertige Typgranulate aus Polyethylen niedriger Dichte für die kunststoffverarbeitende Industrie her. Mit innovativen Verfahren zur Wäsche, Trennung und Trocknung, die weltweit über die CVP Clean Value Plastics GmbH mit Sitz in Hamburg patentiert sind, erzeugt die FVH Rohstoffqualitäten, die weit über das bisher bekannte Maß hinausgehen und bietet somit Verwertungsmöglichkeiten für Kunststoffabfälle, deren Verwertung in der Vergangenheit nur schwer möglich war.

Die Lobbe Gruppe betreibt Sortieranlagen für Leichtverpackungen, die zu den modernsten und fort-schrittlichsten Anlagen im Bundesgebiet  gehören. Mit der Übernahme der FVH ergeben sich nun hervorragende Möglichkeiten, einen Sprung bei der in der Verwertung von gebrauchten Verpackungen zu machen. Die Sortiertiefe kann maßgeblich erhöht werden und dazu beitragen, dass die Menge an werkstofflich verwerteten Kunststoffen deutlich steigt. Die Qualität der Typgranulate, und zukünftig auch Compounds, eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, Primärkunststoffe in Anwendungen und Produkten zu ersetzen, in denen dies bislang nicht vorstellbar war.

„Die Lobbe Gruppe hat mit FVH den idealen Partner gefunden, da dieser über die innovativen Tech-nologien verfügt, aus Postconsumer Kunststoffabfällen hochwertige Granulate für vielfältige Anwen-dungen zu erzeugen und im Zusammenspiel mit unseren Sortieranlagen einen Innovationssprung zu erzeugen.“, so Michael Wieczorek, Geschäftsführer der Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG. Für Michael Hofmann, Geschäftsführer der FVH, bedeutet der Einstieg von Lobbe neben der nachhal-tigen Rohstoffversorgung mit gleichbleibenden Sortierqualitäten auch die Möglichkeit, den Wachs-tumskurs der FVH mit der Herstellung von Compounds fortzusetzen und damit weitere Rohstoffres-sourcen zu erschließen.Die Lobbe Gruppe hat sich mit dieser Übernahme eine Exklusivlizenz der CVP für die patentierten Verfahren in Deutschland gesichert und plant den sukzessiven Ausbau der Kapazitäten und die Aus-weitung auf weitere Stoffströme. Über die Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Über Lobbe

Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Umweltdienstleistungen aus einer Hand. Die Schwerpunkte im Leistungsportfolio liegen in den Bereichen Industrieservice, Abfallentsorgung, Wertstoffaufbereitung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

Über FVH

Die FVH hat im Jahr 2015 im Industriepark Schwerin eine Anlage zur Erzeugung von 18.000 t/a Typgranulaten errichtet. Zum Einsatz kommen die patentierten Verfahren HydroDyn® und AeroDyn® für die Wäsche, Trennung und Trocknung von stark verschmutzten Kunststoffen, insbesondere Folien. Die FVH beschäftigt aktuell 55 Mitarbeiter.

Kontakt

Lobbe Industrieservice GmbH & Co KG
Sabine Günther
Public Relations
Bernhard-Hülsmann-Weg 2
D-58644 Iserlohn

Tel.: +49 173 – 72 99 – 214
Fax: +49 23 71 888 – 108
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Auszubildende starteten am 1.8.2018 mit einem Workshop

Iserlohn. Der perfekte Partner für den zukünftigen Beruf – den haben die diesjährigen 40 Azubis mit Lobbe gefunden. Die Arbeit in der Kreislaufwirtschaft und im Ressourcen-Schutz steht bei jungen Menschen ganz hoch im Kurs. „Wir sind stolz, so viele Auszubildende bei uns begrüßen zu dürfen“, sagt Gesellschafterin Heike Vangerow. Denn angesichts des Fachkräfte-Mangels werben Unternehmen um neue Arbeitskräfte und Auszubildende. Lobbe hat viel von dem zu bieten, was für junge Menschen bei der Berufswahl entscheidend ist. Neben dem aktiven Beitrag im Bereich Umweltdienstleistungen stehen Verlässlichkeit und Zukunftsfähigkeit des Berufes weit oben auf der Prioritätenliste von Schulabgängern – und hier kann Lobbe punkten.

Zum Start von der Schulbank ins Berufsleben veranstalteten die Ausbilder einen Workshop für die Azubis. Neben den einzelnen Fachbereichen, die dabei vorgestellt wurden, ging es auch um so genannte „soft skills“ wie Teamarbeit und verantwortliches Handeln. Das gemeinsame Mittagessen mit der Gesellschafterfamilie Edelhoff und den Lobbe-Führungskräften war für alle ein Highlight, bevor jetzt der „Ernst des Lebens“ beginnt. Die diesjährigen Azubis absolvieren eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer (14), zu Fachkraft für Rohr-, Knal- und Industrieservice (10), Industriekauffrau/-mann (9), Industriemechaniker (2), KFZ-Mechatroniker (3) und Fachinformatiker (2).

Nicht umsonst erhielt Lobbe kürzlich vom Magazin Focus die Auszeichnung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“. Da Lobbe grundsätzlich für den eigenen Bedarf ausbildet, finden Auszubildende hier bei entsprechender Leistung sowohl Übernahmechancen als auch vielfältige Möglichkeiten, sich im Beruf weiter zu entwickeln durch kontinuierliche Fort- und Weiterbildung. Als Unternehmen, das sich stetig weiterentwickelt und in innovative Technologien investiert, bleibt der Arbeitsplatz stets spannend.

Über Lobbe

Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Umweltdienstleistungen aus einer Hand. Die Schwerpunkte im Leistungsportfolio liegen in den Bereichen Industrieservice, Abfallentsorgung, Wertstoffaufbereitung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

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Focus zeichnet Lobbe als ein Unternehmen mit den „besten Jobs mit Zukunft“ aus

Iserlohn, 10.7.2018 – Aus einer Gesamtheit von rund 10.000 Unternehmen in Deutschland ist Lobbe als Arbeitgeber ausgezeichnet worden. Das Magazin Focus führte die Studie „Deutschlands beste Jobs mit Zukunft“ durch, um Unternehmen mit einer hervorragenden Sicherheit und Stabilität des Arbeitsplatzes auszuzeichnen. „Wir freuen uns über diese Auszeichnung. Lobbe ist ein Unternehmen, das sich ständig weiter entwickelt, sich neue Bereiche erschließt, in moderne Technik und Verfahren investiert und damit ein attraktiver Arbeitgeber; auch, weil Lobbe kontinuierlich Aus- und Weiterbildungen anbietet“, sagt Heike Vangerow, Gesellschafterin Lobbe Holding GmbH & Co KG. Focus wertete Unternehmen mit mindestens 400 Mitarbeitern aus, das sind deutschlandweit rund 10.000 Unternehmen. Aus der repräsentativen Stichprobe von knapp 4.000 Unternehmen wurden insgesamt 751 ausgezeichnet. Die Kriterien waren die Entwicklung in den vergangenen fünf Jahren von Umsatz, Mitarbeiterzahl und Gewinn (EBIT) – drei entscheidende Merkmale, die die Sicherheit eines Arbeitsplatzes kennzeichnen. Aus der Branche Ver- und Entsorgung waren lediglich 10 Unternehmen dabei, die diese Kriterien erfüllt haben.

Über die Studie

Aus der Grundgesamtheit aller in Deutschland ansässigen Unternehmen wurden diejenigen selektiert, die über mindestens 400 Mitarbeiter verfügen. Damit konzentriert sich die Untersuchung auf die rund 10.000 mitarbeiterstärksten Unternehmen in Deutschland. Die repräsentative Stichprobe umfasste damit knapp 4.000 Unternehmen. Drei Bedingungen mussten im Betrachtungszeitraum 2012 bis 2016 zum Stichtag 28. Mai 2018 in allen Berichtsjahren kumulativ erfüllt sein: 1. Die Mitarbeiterzahl durfte über den Zeitraum von fünf Jahren (2012 – 2016) in keinem Vorjahresvergleich sinken. 2. Der jährliche Umsatz musste über den Zeitraum von fünf Jahren (2012 – 2016) für jedes Jahr größer als der dazugehörige gleitende Durchschnitt sein. 3. Der EBIT (earnings before interest and taxes) musste über den Zeitraum von fünf Jahren (2012 – 2016) immer positiv sein. Es wurden insgesamt 751 Unternehmen aus 105 unterschiedlichen Branchen mit der Auszeichnung „Deutschlands beste Jobs mit Zukunft“ ausgezeichnet. Die Auswertung der Ergebnisse wurde wissenschaftlich durch Prof. Dr. Werner Sarges begleitet. Prof. Dr. Werner Sarges ist durch seine Arbeit an der Universität der Bundeswehr Hamburg bekannt. Zudem ist er Institutsleiter und Beratender Psychologe am Institut für Management-Diagnostik, Barnitz (bei Hamburg). Er ist einer der führenden Wissenschaftler und Berater zu eignungsdiagnostischen Fragen im Managementbereich.

Über Lobbe

Lobbe leistet konsequenten Service in den Bereichen Sanierung, Industrieservice und Entsorgung. Umwelt- und Ressourcenschonung sind dabei Themen, die auch für Arbeitnehmer immer wichtiger werden. Lobbe ist im Bereich Umweltdienstleistungen ein innovatives, technikorientiertes Unternehmen, das sich durch Investitionen stetig weiter entwickelt. Die Bandbreite der Berufe ist daher entsprechend groß und abwechslungsreich. Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Dienstleistungen aus einer Hand. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

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Aktuelle Studie des Focus-Magazins kürt Lobbe mit Auszeichnung

Iserlohn, 5. April 2018 – Jedes Jahr beginnen über eine halbe Million Schulabgänger mit ihrer Berufsausbildung – und damit stehen die jungen Menschen oft vor der Qual der Wahl. Lobbe zählt zu den besten Ausbildungsbetrieben in Deutschland. Laut der Studie „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“ von DEUTSCHLAND TEST und dem Wirtschaftsmagazin FOCUS-MONEY erreichte Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG im Bereich „technische Dienstleistungen“ einen Score von 89,1 Punkten. Die Berechnung des Gesamtergebnisses erfolgte branchenspezifisch auf einer Skala von 0 bis 100 Zählern. Die jeweiligen Branchensieger bekamen den maximalen Score von 100 Punkten. „Wir freuen uns über diese Auszeichnung. Lobbe ist ein Unternehmen, dass sich ständig weiter entwickelt, sich neue Bereiche erschließt, in moderne Technik und Verfahren investiert und damit ein attraktiver Arbeitgeber; auch, weil Lobbe kontinuierlich Aus- und Weiterbildungen anbietet. In den meisten Fällen werden die Absolventen nach einer Ausbildung übernommen“, sagt Heike Vangerow, Gesellschafterin Lobbe Holding GmbH & Co KG. Lobbe rekrutiert zudem in aller Regel Führungskräfte aus den eigenen Reihen – so bieten sich den Nachwuchskräften auch entsprechende Aufstiegsmöglichkeiten.

In welchen Unternehmen die Fachkräfte von morgen besonders gut ausgebildet werden

Für die Studie der Kommunikationsberatung Faktenkontor im Auftrag von Focus und Focus Money wurden die Ausbildungsbeauftragten der 20.000 mitarbeiterstärksten Betriebe aus 93 Branchen befragt. 745 Unternehmen erhielten die Auszeichnung als “Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe 2018”. Dabei wurde an den jeweiligen Ausbildungsbeauftragten ein Fragebogen mit verschiedenen Themenfeldern geschickt. Zur Beurteilung der Ausbildungsqualität wurden Fragen in fünf Teilaspekten gestellt: strukturelle Daten, Ausbildungserfolg, Ausbildungsvergütung, Ausbildungsquote sowie zusätzliche Angebote für Auszubildende. Unternehmen mit einem Score von mindestens 70 – das sind insgesamt 745 – erhalten die Auszeichnung „Deutschlands beste Ausbildungsbetriebe“.

Qual der Wahl für Schulabgänger

Der demografische Wandel ist angekommen – auch im Beruf. Arbeitgeber spüren die Effekte der alternden Gesellschaft zuerst bei der Besetzung ihrer Ausbildungsplätze. Die geburtenstarken Jahrgänge haben längst die Schulen verlassen – und die Prognosen zeigen deutlich, dass immer weniger junge Menschen als künftige Auszubildende verfügbar sind. Auf der anderen Seite stehen die Schüler. Sie sehen, was die Berufsausbildung angeht, oft „den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr“. Das ist freilich auch kein Wunder: In Deutschland gibt es mittlerweile mehrere hundert Ausbildungsberufe in über 400 000 Betrieben. Hinzu kommen die verschiedenen Wege der Ausbildung. Je nach Qualität des Schulabschlusses gibt es neben der klassischen Lehre weitere Optionen. Immer mehr im Kommen sind beispielsweise duale Studiengänge, in denen betriebliche Praxis und fachtheoretisches Lernen kombiniert werden.

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Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Umweltdienstleistungen aus einer Hand. Die Schwerpunkte im Leistungsportfolio liegen in den Bereichen Industrieservice, Abfallentsorgung, Wertstoffaufbereitung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

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Dr. Reinhard Eisermann, Christoph Aßmann, Gustav Edelhoff, Heike Vangerow, Prof. Dr.-Ing. Norbert Jardin, Norbert Frece, Dr.-Ing. Peter Evers (Quelle: „Ruhrverband“)

Iserlohn. Die Zentrale Entsorgungsanlage Iserlohn (ZEA) wird ab April 2018 von der Firma Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG übernommen und betrieben. Darauf einigten sich am Donnerstag, 15. März 2018, der Vorstand des Ruhrverbands und die Geschäftsführung der Firma Lobbe. Durch den Weiterbetrieb der Entsorgungsanlage für flüssige Abfälle werden acht Arbeitsplätze in Iserlohn langfristig gesichert. „Wir decken damit nahezu die gesamte Palette gefährlicher Abfälle ab und können somit zukünftig ein größeres Kundenpotenzial ansprechen“, sagt Lobbe-Geschäftsführer Christoph Aßmann.

Neben dem Kaufvertrag wurde ein Dienstleistungsvertrag zur Ableitung und Behandlung der Sickerwässer der Deponie Iserlohn-Griesenbrauck abgeschlossen. Eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien und der Stadt Iserlohn regelt darüber hinaus die Einleitung der Abwässer der ZEA in das Kanalnetz der Stadt Iserlohn und deren anschließende Behandlung in der Kläranlage Iserlohn-Baarbachtal des Ruhrverbands. „In der Vereinbarung haben wir zusätzlich zur öffentlich-rechtlichen Betriebsgenehmigung der Anlage weitere Einleitungsgrenzwerte für die ZEA definiert. Damit beugen wir einer Überlastung der Kläranlage Iserlohn-Baarbachtal vor und sorgen so für einen nachhaltigen Schutz des Baarbaches,“ sagt Norbert Frece, Vorstandsvorsitzender des Ruhrverbands.

Die 1964 erstmals in Betrieb genommene und in den Folgejahren mehrfach modernisierte Anlage hatte von Anfang an das Ziel, den regional ansässigen Unternehmen eine Möglichkeit zur Entsorgung ihrer flüssigen Abfälle anzubieten. Auf diese Weise wurden Ruhr und Lenne vor der Einleitung unzureichend gereinigter Industrieabwässer geschützt. Mit der Firma Lobbe wurde ein Käufer gefunden, der auf dem hart umkämpften Entsorgungsmarkt seit vielen Jahrzehnten erfolgreich tätig ist. Die Vertragspartner freuen sich auf eine partnerschaftliche und hoffentlich erfolgreiche Zusammenarbeit am Standort Iserlohn.

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Als mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen bietet Lobbe umfassende Umweltdienstleistungen aus einer Hand. Die Schwerpunkte im Leistungsportfolio liegen in den Bereichen Industrieservice, Abfallentsorgung, Wertstoffaufbereitung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftete im Jahr 2017 rund 300 Millionen Euro.

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Landesumweltministerin Christina Schulze Föcking besucht Lobbe-Wertstoffaufbereitungsanlage in Iserlohn

Iserlohn. Nordrhein-Westfalen übernimmt mit mehr als 90.000 Beschäftigten in der Ressourcenwirtschaft eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der Kreislaufwirtschaft. Davon sind mehr als 35.000 in Südwestfalen beschäftigt. Eine Region, die seit langem auf besondere Kompetenzen in der Abfallwirtschaft verweisen kann. Als jüngste technische Innovation gilt die Wertstoffaufbereitungsanlage (WAA) der Lobbe-Gruppe in Iserlohn. 14 Millionen Euro hat das Unternehmen in den neuesten Stand der Sortiertechnik und Energieeffizienz investiert. Bereits 2015 wurde die Anlage im Rahmen der Landesinitiative KlimaExpo.NRW als qualifiziertes Projekt ausgezeichnet. Landesumweltministerin Christina Schulze Föcking überzeugte sich, insbesondere mit Blick auf die ab 2019 geltenden Vorgaben des Verpackungsgesetzes, persönlich vor Ort.

Die Anlage sortiert jährlich 95.000 Tonnen Leichtverpackungen aus der Sammlung der Dualen Systeme (Gelber Sack, Gelbe Tonne und Wertstofftonne) in ein Dutzend Sortierfraktionen. Modernste Technik sorgt dafür, dass beispielsweise vier Kunststoffarten sortenrein aussortiert werden. Diese Sortenreinheit ist die Voraussetzung dafür, dass Kunststoffe als Rezyklate wieder in den Produktionskreislauf zurückgeführt werden können. Im Rahmen ihres Besuches diskutierte Landesumweltministerin Christina Schulze Föcking mit Lobbe-Geschäftsführer Michael Wieczorek über die aktuelle Situation rund um das Thema Sekundärrohstoffe.

Die im neuen Verpackungsgesetz festgeschriebene Steigerung der Recyclingquoten sieht Michael Wieczorek als positive Herausforderung für alle Beteiligten: „Unsere Sortieranlage ist bereits auf die höheren Anforderungen des Verpackungsgesetzes ausgerichtet und erfüllt bereits die geforderte Quote von 50 Prozent. Woran jedoch noch dringend gearbeitet werden muss, ist die hohe Fehlwurfquote in den gelben Tonnen, Säcken und Wertstofftonnen, die in Einzelfällen bis zu 50 Prozent beträgt. Dass die Informationspflicht über Sinn und Zweck der getrennten Sammlung von Verpackungen durch das neue Gesetz jetzt wieder in den Fokus rückt, ist daher längst überfällig.“ Er forderte deutlich mehr Öffentlichkeitsarbeit seitens der Systembetreiber und der kommunalen Abfallberatung.

Anhand der Sortierung von Kunststoffverpackungen erläuterte er der Ministerin ein Problem, das auch die leistungsfähigste Anlage nicht lösen kann. „Immer mehr Produkte werden in sogenannten Multilayer-Verpackungen oder Verbunden auf den Markt gebracht. Diese sind praktisch gar nicht mehr trennbar und somit trotz innovativer Sortiertechnik für die stoffliche Verwertung verloren. Hier sind die Verpackungshersteller in der Pflicht, ihre Produkte recyclingfähig und ressourcenschonend zu gestalten. Deshalb ist es ein richtiger Schritt, dass künftig ökologische Kriterien wie insbesondere die Recyclingfähigkeit bei den Lizenzentgelten der dualen Systeme stärker berücksichtigt werden. Das ist hoffentlich ein Anreiz für mehr Ökodesign in der Verpackungsindustrie.“

Es ist viel in Bewegung beim Thema Kreislaufwirtschaft und das ist aus Sicht der überwiegend privatwirtschaftlichen Unternehmen dieser Branche positiv. Dabei ist die Iserlohner Wertstoffaufbereitungsanlage ohne Frage ein Leuchtturmprojekt. Klar ist aber auch, dass innovative Sortiertechnik allein die Probleme globaler Absatzmärkte für Sekundärrohstoffe nicht lösen kann. Vielmehr bedarf es darüber hinaus ebenso der Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Sekundärrohstoffen durch notwendige Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern. Eine Stellschraube könnte deshalb eine gesetzliche Pflicht zum mindestens teilweisen Einsatz von Recyclingmaterial in der Produktion sein. Dass über all diese Aspekte gerade diskutiert wird ist gut – sowohl für die Umwelt, als auch für die Wirtschaft.

Mit Blick auf die öffentliche Diskussion um das chinesische Importverbot von Kunststoffabfällen, sagte Schulze Föcking: „Das chinesische Importverbot für Kunststoffabfälle ist ein Signal und unsere Chance, ein Umdenken bei Industrie, Handel, Politik und Verbrauchern zugunsten einer Marktverbesserung für Recyclingprodukte zu erreichen“. Sie betonte, dass durch eine sehr gute Infrastruktur die Entsorgungswirtschaft in Nordrhein-Westfalen in der Lage sei, die Wertstoffe hochwertig zu verarbeiten.

Die Ministerin zeigte sich bei ihrem Besuch in Iserlohn beeindruckt: „Als Umweltministerin war es mir wichtig, mir einen persönlichen Eindruck zu verschaffen. Wir haben mit dem Umweltwirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen 2017 ja schon gezeigt, welchen Stellenwert NRW in diesem Bereich hat. Diesen gilt es auszubauen. Dazu gehört auch, dass wir uns in NRW noch mehr moderne Sortieranlagen für Kunststoffe aus der LVP-Sammlung wünschen würden, um die Verwertungsmöglichkeiten auch regional zu stärken. „Weil die Flächen für solche neue Anlagen nicht beliebig vermehrbar sind, müssen wir den Fokus verstärkt auch auf reaktivierbare Brachflächen richten “, sagte die Ministerin und würdigte das Engagement der Firma LOBBE im nordrhein-westfälischen Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung (AAV).

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Innovative Techniken in der Industriereinigung nehmen den Mensch aus dem Gefahrenbereich

Tankwaschkopf im Käfig

Die Luftreinhaltungsanlage des Aluminiumwerkes werden mit automatisierten Techniken wie dem Tankwaschkopf im Käfig gereinigt

Duisburg, 6.12.17 – In einem Aluminiumwerk wie bei Trimet in Voerde industriell zu reinigen, ist eine besondere Aufgabe – denn die Produktionsstätten von Aluminium haben ihre Eigenheiten, bedingt durch die Herstellung mittels elektrischer Stoffumwandlung, kurz Elektrolyse. Eine der Luftreinhaltungsanlagen in der Anodenfabrik sowie die des Brennofens von Trimet sollten von Teer-Pech-Rückständen aus dem Herstellungsprozess befreit werden. Lobbe Industrieservice hat dazu eine eigene Konstruktion zur Reinigung der Verbindungsrohre zwischen den beiden Rauchgasanlagen eingesetzt: Einen Tankwaschkopf im Käfig. „Uns ging es in allererster Linie um den Arbeitsschutz. Immerhin wird mit Wasserhöchstdruck in Bereichen von 1.000 bar gearbeitet. Durch die Käfig-Konstruktion halten sich die entsprechenden Facharbeiter außerhalb des Gefahrenbereiches auf“, sagt Dr. Reinhard Eisermann, Geschäftsführer Lobbe Industrieservice. Ein Tankwaschkopf wird üblicherweise zur Reinigung von großen Vorrats- und Lagerbehältern, wie sie auch auf Raffinerien zu finden sind, eingesetzt. Diese Neukonstruktion eignet sich in der Aluminium-Produktion allerdings auch für gekrümmte Rohre. „Mit diesem technischen Hilfsmittel muss keiner unserer Mitarbeiter mehr in das großvolumige Rohr steigen, sondern kann den Tankwaschkopf aus sicherer Entfernung positionieren und steuern“, so Dr. Eisermann.

Rückstoßkräfte sorgen für Rotation

Im November 2017 hatte Lobbe Industrieservice den Auftrag, eine Reinigung an Bereichen des Brennofens, an einer der beiden Luftreinhaltungsanlagen sowie an verschiedenen Verbindungsrohren dieser Anlage bei Trimet in Voerde vorzunehmen. Dazu wurde zum einen ein Tankwaschkopf an zwei Halterungen befestigt und durch das gekrümmte Abgasrohr zwischen beiden Rauchgasfiltern gezogen. Um den Waschkopf nicht zu beschädigen, hat Lobbe Industrieservice dazu eine käfigartige Konstruktion angefertigt. Der Waschkopf liegt darin frei um seine Achse beweglich. Der Rückstoß des Wassers mit 1.000 bar versetzt den Arm des Tankwaschkopfes nun in eine Drehbewegung um seine eigene Achse. Zusätzlich dreht sich der Korpus des Tankwaschkopfes um sich selbst. Diese Drehung um zwei Achsen sorgt dafür, dass der austretende Wasserstrahl jeden Punkt der Rohr- oder  Behälterwand erreicht. Für einen nachhaltigen Effekt ist die Auswahl der Düsengröße und der Winkel der Düsenanordnung ganz entscheidend für die Reinigungsleistung – denn schließlich sollen alle Innenwände des Rohres sauber werden. Eine Magnetbremse im Inneren des Waschkopfgehäuses sorgt für eine konstante Rotationsgeschwindigkeit. Lobbe hat als führender Anbieter von Hochdruck-Verfahren das fachliche Know-How für die Kombination der jeweils optimalen Düsen. Die Vorteile eines solchen innovativen Verfahrens liegen auf der Hand: Der Tankwaschkopf erreicht auch äußerst schwer zugängliche Stellen und der Facharbeiter befindet sich außerhalb des Gefahrenbereiches. Zum anderen setzten die Fachleute von Lobbe eine große Kanalreinigungsdüse ein, die hier zur Reinigung einer großen Abgasleitung eingesetzt wurde. Dieses Gerät wird wegen seines Aussehens auch als „Bombe“ bezeichnet und verfügt über zehn versetzt angeordnete Hochdruck-Düsen, aus denen das Wasser austritt. Nachdem ein Sicherheitsnetz vor die Öffnung des Rohres angebracht ist, kann die „Bombe“ von außen durch den Hohlraum gezogen werden – auch hier befinden sich die jeweiligen Facharbeiter, die die Kanalreinigungsdüse positionieren, außerhalb des Gefahrenbereiches.

Keine Reststoffe in die Umwelt

Mit zu dem professionellen Lobbe-Equipement gehört ein Saug-Druck-Tank-Fahrzeug. Dieses verfügt nicht nur über eine Vakuumpumpe, sondern auch über eine Hochdruckpumpe die einen Wasserdruck von bis zu 1.000 bar erzeugen kann. Zudem ist ein Wassertank von 3.000 Litern Fassungsvermögen installiert, um das von einem Hydranten aufgenommene Wasser zunächst ausgasen zu lassen. Nur ausgebildete Fachkräfte dürfen am Bedienfeld die jeweiligen Wassermengen und –drücke einstellen. Das verschmutze Wasser von der Reinigung wird vom gleichen Fahrzeug wieder aufgenommen und in einen Tank mit sechs Millimetern Wandstärke aus Duplex-Stahl gesaugt. Das Brauchwasser wird zunächst in Mulden gepumpt. Wenn sich die Feststoffe in der Mulde abgesetzt haben, wird die Flüssigkeit an der Oberfläche abgesaugt und bei darauf spezialisierten Annahmestellen entsorgt.

Aluminium ist überall

Aluminium ist ein Allzweck-Metall: In der Luftfahrtindustrie, zum Bau von Automotoren oder im Haushalt als Folie ist das leichte und feste Material nicht mehr wegzudenken. Doch die Gewinnung von Aluminium ist nicht ganz einfach. Als Bauxit kommt es in Tonerde vor. Statt durch Hitze wie bei Eisenerz wird das reine Aluminium durch Elektrolyse gewonnen. Dazu benötigt man einen Pluspol, die Anode und einen Minuspol, die Kathode – ähnlich wie in einer herkömmlichen Batterie. Die Dimensionen in einem Aluminiumwerk sind allerdings beträchtlich größer als die Ausmaße einer herkömmlichen Batterie. Die Anoden sind Verbrauchsmaterialien, denn diese schmelzen innerhalb von drei Wochen bei dem elektrolytischen Prozess. Trimet Aluminium in Voerde stellt solche Anoden her: Aus Pech, Petrolkoks und Stäuben, die sich zu einer festen Masse verbinden lassen. In die Öffnungen der gigantischen Blöcke werden dann leitende Stäbe eingebracht, die Pins, um ein Spannungsfeld zwischen Anode und Kathode zu erzeugen. Dieses Spannungsfeld erzeugt Temperaturen von rund 960 Grad Celsius und löst die in einem Salzbad befindliche Tonerde in Aluminum und Sauerstoff auf. Sauerstoff und Kohlenstoff der Anode verbinden sich anschließend zu Kohlendioxid. Die Gase und die Tonerde-Stäube, die bei dem Prozess entstehen, werden durch Rauchgaseinrichtungen geführt, durch Wassernebel gekühlt und durch einen Filter aus Säcken gereinigt.

Über Trimet Voerde

Im Mai 2014 hat TRIMET die Voerde Aluminium GmbH übernommen und damit seine Produktionskapazität für Primäraluminium weiter ausgebaut. In der Aluminiumhütte und der angrenzenden Anodenfabrik arbeiten insgesamt 280 Mitarbeiter und machen damit den Standort Voerde zu einem wichtigen Standbein für die Herstellung von hochreinem Aluminium in Deutschland.

Auf bewährte Qualität vertrauen

In Voerde entsteht Tag für Tag Rohaluminium, das anschließend zu Walz- und Pressbarren weiterverarbeitet wird. Zusätzlich werden in der Anodenfabrik die für den Elektrolyseprozess notwendigen Anoden produziert. Sowohl die Mitarbeiter als auch die technische Ausstattung stellen dabei sicher, dass nur einwandfreie Qualität das Werk verlässt.

Das Voerder Werk im Überblick:

  • 188 Elektrolyseöfen in 2 Hallen, PBCWPF (Kaiser-Technologie, side by side)
  • Gleichrichteranlage mit Anbindung an das Höchstspannungs-Netz
  • 000 Tonnen Elektrolysealuminium-Jahresproduktionskapazität
  • Eigene Hafenanlage und Logistik zum Entladen von Aluminiumoxid und Petrolkoks
  • Anodenfabrik mit offenem Ringkammerofen. In den 36 Sektionen werden mit modernster Technik bis zu 65.000 Tonnen gebrannte Anoden bei niedrigstem spezifischen Energieverbrauch hergestellt
  • 300 Mitarbeiter, davon 10 Auszubildende

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Stahlbau, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.800 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 260 Millionen Euro (Stand 2016).

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Iserlohn. Kreislaufwirtschaft lebt vom Mitmachen aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette. Dabei ist der erste Schritt auf dem Weg zur Wiederverwertung die praxisnahe Sammlung. Hier ist Lobbe in unterschiedlichen Bereichen ein bewährter Partner mit großer Erfahrung. Mit sechs Betriebsstätten unterstützt Lobbe nun auch die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH bei der Erfassung und Bündelung von kleineren Mengen alter PVC-Fenster, -Rolladen und -Türen für das Recycling.

Rewindo ist die Recycling-Initiative für ausgebaute Fenster, Rollladen und Türen aus Kunststoff der deutschen Kunststoffprofilhersteller. Sie organisiert seit 2002 bundesweit die Verwertung von ausgedienten Kunststofffenstern und Co. Knapp 30.000 Tonnen hochwertiges PVC-Regranulat wurden 2016 aus rund 1,8 Millionen recycelter Altfenster sowie über 74.000 Tonnen Produktionsabfall von Fenster- und Bauprofilen gewonnen. Das Regranulat dient als qualitativ gleichwertiger Rohstoff bei der Herstellung neuer Produkte.

Ausschlaggebend für die Wiederverwertung ist neben der guten Recyclingfähigkeit des Werkstoffs nicht zuletzt die praxisnahe logistische Umsetzung. Dazu gehört neben einem flächendeckenden Abholsystem auch die  Erweiterung eines Annahmenetzes für Montagetrupps und Handwerksbetriebe, die ausgebaute Fenster auch in Kleinstmengen nicht zwischenlagern können. Diese Infrastruktur wird nun mit den Lobbe-Standorten Arnsberg, Attendorn, Bergneustadt, Brilon, Hagen und Iserlohn wesentlich verbessert. Ohnehin sind diese Standorte mit ihren Wertstoffhöfen eine komfortable Entsorgungsmöglichkeit für die Gewerbetreibenden in der Region. Diese in das Rewindo-Netzwerk zu integrieren, war für Lobbe-Geschäftsführer Christoph Aßmann demnach nur folgerichtig: „Die Voraussetzungen an diesen Standorten sind optimal und für die selbstanliefernden Gewerbebetriebe ist das eine sehr sinnvolle Ergänzung.“

Dass Kreislaufwirtschaft mit leistungsstarken Partnern gut funktioniert, zeigt sich übrigens auch bei der Sammlung von Leuchtmitteln. Bereits seit einigen Jahren ist Lobbe für das Rücknahmesystem Lightcycle in Nordrhein-Westfalen tätig. Nach erfolgreicher Ausschreibung wird sich nun die Zusammenarbeit 2018 und 2019 fortsetzen und es konnten sogar weitere Lose hinzugewonnen werden.

Nur zwei Beispiele, die zeigen, wie im partnerschaftlichen Miteinander Stoffkreisläufe gelingen und aus Abfällen neue Werte entstehen können.

Bild: Einsatz des Tankwaschkopfes im Sinterbrunnen

Wasserhöchstdruck und Riesensauger sorgen in der Stahlproduktion für reibungslose Abläufe

Duisburg ist noch immer das kochende Herz des Ruhrgebietes – hier befindet sich Europas größter Stahlstandort – und Lobbe unterhält auf zwei Stahlwerken eine Betriebsstätte. Innerhalb von vier Tagen waren jetzt mehr als 200 Mitarbeiter von Lobbe für 96 Stunden auf einem eng begrenzten Bereich eines Werksgeländes beschäftigt: Sie reinigen Teile des Stahlwerkes, Hochofen, Wasseraufbereitung und Bunkern. Nicht mit Schaufel und Besen, sondern mit intelligenter Technologie. Lobbe ist Spezialist für Wasserhochdruck-Reinigungsaufgaben in produzierenden Werken. „Wir setzen Luftförderanlagen ein, die mittels eines extrem Vakuums Staub und feste Reststoffe der Produktion aufnehmen – vergleichbar mit einem gigantischen Staubsauger. Ein Tankwaschkopf, der – dem Rotor eines Hubschraubers ähnlich – fast von allein große Vorratstanks von bis zu 150 Kubikmetern Fassungsvermögen mit über 1.000 bar Wasserhöchstdruck reinigen kann“, so Dr. Reinhard Eisermann, Geschäftsführer Lobbe Industrieservice GmbH & Co. KG. Hinzu kommen Saug-Druck-Tankwagen mit modernster Technik, die nicht nur für Wasserhochdruck sorgen können, sondern vor allem Schmutzwasser sofort aufnehmen und anschließend der fachgerechten Entsorgung zuführen – eine organisatorische und technische Meisterleistung. Ist alles gereinigt, können Reparatur- und Wartungsarbeiten beginnen, damit die Stahlproduktion anschließend wieder reibungslos laufen kann.

Pflege muss sein

Duisburg, „Größter Stahlstandort Europas“, lebt von der Produktion dieses Allround-Metalls. Mit einer jährlichen Produktion von mehr als 15 Millionen Tonnen Rohstahl ist die Stadt nicht nur der mit Abstand größte, sondern auch der dynamischste Stahlstandort ganz Europas. Rund 18.000 Menschen in Duisburg verdienen in der Stahlproduktion ihr Geld. Für die Produktion wird unter anderem Sinter benötigt, eine Mischung aus Kohle und Eisenerz, die zur Erzeugung hoher Temperaturen notwendig ist. Sinter allerdings lagert sich auch an Motoren, Rohren und Flächen ab. Dass eine solch enorme Produktion in regelmäßigen Abständen gewartet und zuvor gereinigt werden muss, versteht sich von selbst.

Wie ein Hubschrauber

Im Rahmen des diesjährigen Stillstandes reinigte Lobbe nicht nur Flächen und Rohre, sondern auch einen riesigen Vorratsbehälter. Der Bunker speichert üblicherweise 100 Kubikmeter Sinter. Um Personen aus dem Gefahrenbereich herauszuhalten setzt Lobbe hier eine halbautomatische Technologie ein: Den rotierenden Tankwaschkopf. Er wiegt 25 Kilo und verfügt über einen Rotorarm, der sich mittig an einer Welle befindet. Aus den Düsen des Armes pressen sich nun mit Überschallgeschwindigkeit jede Minute 260 Liter Wasser insgesamt heraus, verteilt auf beide Enden des Armes. Und das mit einem Druck von rund 1.000 bar. Zum Vergleich: Ein Gartenschlauch kommt gerade einmal auf vier Bar. Die Rückstoßkräfte des immensen Wasserstrahles sorgen dafür, dass sich der Arm um seine eigene Achse dreht. Je nach Größe und Beschaffenheit des Großbehälters wählen die Spezialisten von Lobbe die geeigneten Düsengrößen aus.

Gigantische Saugkraft durch Unterdruck

Insbesondere bei Stäuben und anderen festen Reststoffen hat sich zu Reinigungszwecken der Einsatz von Luftfördertechnik bewährt. Insgesamt 23 dieser Arbeitsgeräte setzt Lobbe hier ein. Im Inneren befindet sich eine so genannte Vakuumpumpe; eine Pumpe, die einen extremen Unterdruck und damit einen starken Sog erzeugt – ähnlich, wie bei einem Staubsauger. Spezielle und besonders widerstandsfähige Schläuche werden vom Fahrzeug in den Arbeitsbereich verlegt. Der „Vacupress“ hat enorme Kräfte – so starke, dass nur gut ausgebildetes Personal den „Riesenstaubsauger“ bedienen darf. Die Sogwirkung verhindert zudem, dass Ablagerungen aufgewirbelt werden. Wird der Luftstrom der Vakuumpumpe umgelenkt, lassen sich damit Dächer in Höhen bis zu 80 Metern problemlos bekiesen.

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Stahlbau, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 280 Millionen Euro (Stand 2016).

Azubis starteten mit Workshops zum Kennenlernen

Iserlohn. Die strahlenden Gesichter der Berufsanfänger und der Lobbe-Mitarbeiter zeigen: 39 Azubis und Lobbe haben in diesem Jahr den perfekten Partner für den zukünftigen Beruf gefunden. Angesichts des Fachkräfte-Mangels ist Lobbe stolz, eine Vielzahl von Auszubildenden begrüßen zu können. Erstmals stehen den kaufmännischen Auszubildenden auch „Paten“ für alle Fragen und Informationen an der Seite.

Das Thema Umweltdienstleistungen steht bei der Berufswahl hoch im Kurs. Es ist ein Beruf mit Zukunft – das belegt eine kürzlich durchgeführte Studie „Deutschlands beste Jobs mit Zukunft“ vom Magazin Focus. „Daher gilt ein Beruf in unserer Branche als zukunftsfähig und für den persönlichen Lebensplan auch als verlässlich – zwei wichtige Bedingungen für junge Menschen“, weiß Ernst-Peter Rahlenbeck, Geschäftsführer der Lobbe Holding. Zudem, so Rahlenbeck, sei der Umgang mit modernster Technik ein weiterer Anreiz für den Berufseinstieg im Bereich Umweltdienstleisungen. „Wir bieten bei entsprechender Leistung sowohl Übernahmechancen als auch sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten“. Denn Lobbe bildet grundsätzlich für den eigenen Bedarf aus.

Die jungen Leute sind hoch motiviert; sie erhielten eine Einführung von verschiedenen Abteilungsleitern und nahmen an mehreren Workshops teil. Viele hatten sich sichtlich fundierte Gedanken gemacht, wie der Umstieg von der Schulbank ins Berufsleben aussieht, was verantwortliches Handeln und Teamarbeit bedeuten. Das abschließende, gemeinsame Mittagessen mit der Gesellschafterfamilie Edelhoff und den Lobbe-Führungskräften war für alle ein gelungenes Highlight, bevor es in die einzelnen Abteilungen ging.

Die diesjährigen Auzubis absolvieren eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer (16), Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (11), Industriekaufmann (5), Kfz-Mechatroniker (3), Industriemechaniker (2), Kaufmann für Büromanagement (1) und Informatikkaufmann (1). Mit den neuen Berufseinsteigern werden bei Lobbe aktuell insgesamt 100 Nachwuchskräfte ausgebildet.


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