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Azubis starteten mit Workshops zum Kennenlernen

Iserlohn. Die strahlenden Gesichter der Berufsanfänger und der Lobbe-Mitarbeiter zeigen: 39 Azubis und Lobbe haben in diesem Jahr den perfekten Partner für den zukünftigen Beruf gefunden. Angesichts des Fachkräfte-Mangels ist Lobbe stolz, eine Vielzahl von Auszubildenden begrüßen zu können. Erstmals stehen den kaufmännischen Auszubildenden auch „Paten“ für alle Fragen und Informationen an der Seite.

Das Thema Umweltdienstleistungen steht bei der Berufswahl hoch im Kurs. Es ist ein Beruf mit Zukunft – das belegt eine kürzlich durchgeführte Studie „Deutschlands beste Jobs mit Zukunft“ vom Magazin Focus. „Daher gilt ein Beruf in unserer Branche als zukunftsfähig und für den persönlichen Lebensplan auch als verlässlich – zwei wichtige Bedingungen für junge Menschen“, weiß Ernst-Peter Rahlenbeck, Geschäftsführer der Lobbe Holding. Zudem, so Rahlenbeck, sei der Umgang mit modernster Technik ein weiterer Anreiz für den Berufseinstieg im Bereich Umweltdienstleisungen. „Wir bieten bei entsprechender Leistung sowohl Übernahmechancen als auch sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten“. Denn Lobbe bildet grundsätzlich für den eigenen Bedarf aus.

Die jungen Leute sind hoch motiviert; sie erhielten eine Einführung von verschiedenen Abteilungsleitern und nahmen an mehreren Workshops teil. Viele hatten sich sichtlich fundierte Gedanken gemacht, wie der Umstieg von der Schulbank ins Berufsleben aussieht, was verantwortliches Handeln und Teamarbeit bedeuten. Das abschließende, gemeinsame Mittagessen mit der Gesellschafterfamilie Edelhoff und den Lobbe-Führungskräften war für alle ein gelungenes Highlight, bevor es in die einzelnen Abteilungen ging.

Die diesjährigen Auzubis absolvieren eine Ausbildung zum Berufskraftfahrer (16), Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice (11), Industriekaufmann (5), Kfz-Mechatroniker (3), Industriemechaniker (2), Kaufmann für Büromanagement (1) und Informatikkaufmann (1). Mit den neuen Berufseinsteigern werden bei Lobbe aktuell insgesamt 100 Nachwuchskräfte ausgebildet.

Gelsenkirchen  – Kunstfasern, Waschmittel, Dämmstoffe oder Arzneimittel werden aus ihnen hergestellt – hochreine Substanzen wie Benzol, Toluol, Xylol und Arsol. Diese Chemikalien produziert Arsol Aromatics in einer großen Anlage mitten im Ballungsraum Ruhrgebiet.   Zu den hohen Standards von Arsol Aromatics gehört auch die Revision seiner zahlreichen Destillationskolonnen, Wärmetauschern und Behältern einmal im Jahr. Dazu kam die Produktion zum Stillstand und Lobbe rückte zur Reinigung der Anlage an, bevor Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten stattfinden konnten. Lobbe hat im Rahmen des Revisionsauftrages in fünf Tagen und Nächten im Schichtdienst mit robotergestützter Technik die Reinigung der Anlage vorgenommen. Der Roboter kann allerdings nicht nur „putzen“, der angeschlossene Rechner zeichnet zugleich den Reinigungsvorgang auf.

Hochdruckwasser in Überschallgeschwindigkeit

Insgesamt acht Wärmetauscher mit je mehreren Hundert Rohren, verschiedene Tanks und Rohrleitungen standen auf dem Einsatzplan. Lobbe setzte hauptsächlich Wasserhochdrucktechnik ein – mit einem Druck von bis zu 2.500 Bar, das in Überschallgeschwindigkeit aus den Düsen austritt. Zum Vergleich: ein Gartenschlauch kommt auf ganze 4 Bar, ein haushaltsüblicher Hochdruckreiniger auf 130 Bar. Neben der manuellen Arbeit mit der Hochdruckpistole gegen Ablagerungen auf Rohrleitungen kam der Tankwaschkopf zum Einsatz: der an einen Hubschrauber erinnernde Waschkopf schwebt förmlich in dem Behälter und kann mit seinen vier Hochdruckdüsen dreidimensional reinigen, ohne dass ein Facharbeiter in den Tank hineinklettern muss.

 

 

Roboter ist schnell und gründlich

Für die Reinigung von über Tausend Rohren mit einem Durchmesser einer 1-Euro-Münze von jeweils sechs bis acht Metern Länge greift Lobbe Industrieservice auf eine speziell hierfür konzipierte Technologie zurück. Beim Robotized Lance Frame (RLF) wird zunächst ein Rahmen (Frame) mit drei Achsen (Breite, Höhe, Tiefe) aufgebaut, an dem sich der Antrieb für die Hochdruckschläuche bewegt. Gesteuert wird das System mittels eines Rechners. Jeweils bis zu drei Stahlschläuche reinigen unter Hochdruck die Rohre. Der Vorteil dieses Verfahrens: Es können jeweils drei Rohre zugleich gereinigt werden, ein Computer zeichnet den Reinigungsvorgang auf und der Facharbeiter befindet sich außerhalb des Gefahrenbereiches. Dieser steuert mittels Fernbedienung punktgenau die nächste Position für den RLF an. Welche Position das ist, weiß der Computer, der sich in einem wassergeschützten Gehäuse befindet. Im gleichen Arbeitsschritt wurde das Spülwasser mit einem speziellen Saugdruckwagen aufgenommen und später fachgerecht entsorgt.

Fünf Tage und vier Nächte

Insgesamt wurde die gesamte Reinigung in nur fünf Tagen und vier Nächten abgeschlossen. All das diente dem Erhalt des hohen Sicherheitsstandards von Arsol Aromatics. Nach Ende der Arbeiten erfolgte die Abnahme durch den TÜV Nord.

arsol aromatics

Die Arsol Aromatics GmbH & Co. KG stellt chemische Grundstoffe aus Rohbenzol her, welches in den Kokereien ihrer Gesellschafter und weiterer Kokereibetreiber aus aller Welt erzeugt wird. Die Wurzeln von Arsol Aromatics reichen bis in das Jahr 1898 zurück, als Kokereibetreiber den Benolverband (B.V.) gründeten. In der hochmodernen Anlage werden unter strengsten Umweltauflagen hochreine Chemikalien hergestellt, die von den Kunden in der chemischen Industrie zu vielfältigen Produkten für den täglichen Gebrauch weiter verarbeitet werden.

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.800 Beschäftigte an über 40 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 260 Millionen Euro (Stand 2016).

Tim Rahlenbeck, Prokurist Lobbe Industrieservice, überreicht Sebastian Schulz ein Geschenk für sein Engagement. Stolz sind auch Lisa Stalp (Personalleiterin), Wernfried Steinau (Betriebsleiter) und Christian Melchert (Ausbildungsleiter).

Mit dem WeGebAU-Programm ermöglicht die Agentur für Arbeit 11 berufserfahrenen Beschäftigten von Lobbe Industrieservice einen Berufsabschluss und damit eine bessere Beschäftigungsperspektive.

Schulbank drücken, über Büchern büffeln und statt Grillabenden sind Lerngemeinschaften angesagt. Was für einen 15-jährigen normal ist, war für die Kandidaten, die nach vielen Jahren der Berufstätigkeit im Nachhinein ihren Facharbeiter-Brief machen wollten, schon etwas Besonderes. „Auch wir spüren die Auswirkungen des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften. Daher haben wir uns entschlossen, neue Lösungswege zu beschreiten“, sagt Lisa Stalp, Personalleiterin bei Lobbe Industrieservice.

Unterstützung fand das Unternehmen beim gemeinsamen Arbeitgeberservice von Agentur für Arbeit und jobcenter Duisburg mit einer Beratung zum WeGebAU-Programm. Mit der „Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer/innen in Unternehmen“ besitzt die Agentur für Arbeit Duisburg eine Fördermöglichkeit, deren Abkürzung WeGebAU gleichzeitig Programm ist. Petra Neu, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Duisburg umschreibt das Programm so: „Die Agentur für Arbeit kann damit Beschäftigten einen Weg zu einem besseren Qualifikationsniveau und Unternehmen einen Weg zu qualifiziertem Personal bauen. Wir fördern wie bei Lobbe Industrieservice zum Beispiel die Vorbereitung von ungelernten Beschäftigten auf die Abschlussprüfung vor der zuständigen Kammer. Das Unternehmen erhält auf diese Weise neue Fachkräfte und die Beschäftigten schaffen sich mit dem Facharbeiterabschluss eine bessere berufliche Perspektive. Denn es ist bekanntermaßen so, dass Fachkräfte viel seltener arbeitslos werden oder – wenn es einmal zu einer Entlassung kommt – schneller wieder eine Neuanstellung finden. Mein Glückwunsch zum Durchhaltevermögen und erfolgreichen Abschluss an die neuen Fachkräfte!“

Lobbe Industrieservice hat teils langjährige, angelernte Arbeitskräfte dabei unterstützt, ihren qualifizierten Abschluss nachzuholen. Insgesamt 11 Kandidaten verfügen jetzt über einen anerkannten Berufsabschluss als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. Sebastian Schulz, 46-jähriger Familienvater, ist einer von ihnen: „Klar hat man das Wissen nach so vielen Berufsjahren – und trotzdem war es mir wichtig, endlich einen ordentlichen Abschluss zu haben, um meinem Sohn ein Vorbild zu sein.“ Schulz ist Vater zweier Söhne, einer von ihnen ist acht Jahre alt und macht sich bereits Gedanken über seine Berufswahl. Auf die Frage: „Papa, was bist Du denn?“ immer nur mit einem verlegenen Schulterzucken zu antworten, das wollte Sebastian Schulz nicht mehr. Also entschloss sich der 46-jährige, noch einmal die Schulbank zu drücken und fand: „das war gar nicht so schlimm, wie ich erst befürchtet habe!“. Jetzt ist Sebastian Schulz zu Recht stolz auf sich – neben dem Facharbeiter-Abschluss gibt es für ihn noch eine Portion Selbstbewusstsein gratis dazu. „Ich würde das jederzeit noch einmal machen“, resümiert er.

Die Kandidaten eigneten sich innerhalb eines guten Jahres die Fachkenntnisse an, die üblicherweise in der Ausbildung in drei Jahren unterrichtet werden – also musste eine Menge Lernstoff in kurzer Zeit bewältigt werden. „Wir haben uns samstags in der Firma getroffen und gemeinsam gelernt – das hat motiviert. Und für den theoretischen Unterricht hat uns Lobbe ja auch freigestellt“, berichtet David Bürks. Auch er hatte mit 29 Jahren schon längst die Schulbank hinter sich gelassen. „Die Chance, einen richtigen Abschluss mit der Unterstützung des Arbeitgebers zu machen, wollte ich mir nicht entgehen lassen.“ Bürks kam durch eine Zeitarbeitsfirma zu Lobbe und war dort seit 2013 fest angestellt – allerdings als ungelernte Kraft. „Die Prüfung war wirklich nicht leicht, besonders Mathe hat mir Kopfzerbrechen bereitet“, sagt der Vater von zwei Jungen. „Aber das eine Jahr ging wirklich schnell um. Jetzt kann ich richtig stolz auf mich sein“.

Lisa Stalp, Wernfried Steinau (Betriebsleiter) und Christian Melchert (Ausbildungsleiter) betreuten die Kandidaten engmaschig und zitterten mit ihnen: „Diejenigen, die wirklich Respekt vor der Prüfung hatten und mit sich kämpfen mussten, haben sogar mit Bravour bestanden – und darüber freuen wir uns am Meisten!“ Und nicht nur die frisch gebackenen Fachkräfte können stolz sein. Lobbe freut sich über erfahrene Mitarbeiter, die die Abläufe und Gegebenheiten der Kunden kennen und jetzt auch ihren Abschluss in der Tasche haben.

Dietmar Faust, Projektleiter des Bildungsträgers arvaport Dienstleistungsgesellschaft mbH, beschreibt die Voraussetzungen, die für ein Gelingen des Projekts wichtig waren: „Möglich wurde dieser Erfolg nur durch die verknüpfte Nutzung besonderer bildungs- und förderpolitischer Gegebenheiten, die leider immer noch zu wenig bekannt sind. Doch von entscheidender Bedeutung war die Motivation der Teilnehmer und die Bereitschaft der Firma Lobbe, ein solches Bildungsprojekt für ihre Arbeitnehmer einfach mal anzugehen, etwas, was wir leider nicht immer antreffen. Nur der engen und kompetenten Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber, der Agentur für Arbeit in Duisburg und der arvaport GmbH ist es zu verdanken, dass wir den Mitarbeitern der Firma Lobbe überhaupt eine derart passgenaue und zielgerichtete Nachqualifizierungsmaßnahme anbieten konnten. Das nun abschließend erzielte Ergebnis ist nicht nur aller Ehren wert, sondern eine Bestätigung dafür, dass durch das engagierte Zusammenarbeiten der Beteiligten solche Ergebnisse erzielt werden können. Es freut uns besonders für die Teilnehmer, die doch etwas aufgeregt in die Maßnahme gestartet waren und nun den verdienten Lohn der Mühe erhalten haben. Herzlichen Glückwunsch dazu.“

Information von Lobbe Industrieservice zum Unternehmen: Lobbe leistet konsequenten Service rund in den Bereichen Sanierung, Industrieservice und Entsorgung. Umwelt- und Ressourcenschonung sind dabei Themen, die immer wichtiger werden. Lobbe ist im Bereich Umweltdienstleistungen ein innovatives, technikorientiertes Unternehmen mit über 1800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das mittelständische Familienunternehmen hat den Grundsatz, für den eigenen Bedarf auszubilden.

Auftaktgespräch von Entsorger und Politik mit positiven Signalen

Iserlohn, 18.8.2017 – Am 17. August fand das erste Treffen zwischen der Umweltministerin NRW Christina Schulze Föcking, Herrn Staatssekretär Dr. Heinrich Bottermann, dem Vorsitzenden des BDE-Regionalverbands NRW und Geschäftsführer Lobbe Holding Ernst-Peter Rahlenbeck und BDE-Präsident Peter Kurth statt. Vornehmlich standen die Auswirkungen der neuen Verpackungsverordnung im Mittelpunkt der Gespräche. Die Verpackungsverordnung schreibt künftig höhere Recycling-Quoten für Kunststoffe vor. „Die höheren Quoten machen eine moderne Sortierung der Wertstoffe notwendig, über die wir bereits verfügen und in die wir auch künftig investieren werden“, sagt Ernst-Peter Rahlenbeck.

Weniger Bürokratie, mehr Innovation

Begrüßt wurde vor allem der Trend, künftig auf weniger Bürokratie zu setzen. Denn die bundeseinheitlichen Rahmenbedingungen schafft zwar das Kreislaufwirtschaftsgesetz, doch die Umsetzung in den jeweiligen Bundesländern wird durch die Abfallgesetze der Länder geregelt. „Hier hat gerade NRW in der Vergangenheit mehr Bürokratie und Verordnungen eingeführt, die vom Bund nicht gefordert waren. Das hat die Entsorgung letztlich nur stärker bürokratisiert, aber nicht verbessert. Künftig setzen wir auf weniger Bürokratie, das stärkt die Innovationskraft der Entsorgungsunternehmen“, so Ernst-Peter Rahlenbeck. Umweltministerin Christina Schulze Föcking wird in den kommenden Monaten die Lobbe-Sortieranlage in Iserlohn besuchen.

Das Verpackungsgesetz ab 2019

Ziel ist es, das Recycling – aber auch die Vermeidung – von Verpackungsabfällen noch stärker zu fördern.  Künftig sollen deutlich höhere Recycling-Quoten für die im Dualen System lizenzierten und erfassten Verpackungen erreicht werden. So steigt zum Beispiel die Recycling-Quote für die im Dualen System lizensierten und erfassten Verpackungen erreicht werden. So steigt zum Beispiel die Recyclingquote für Kunststoffverpackungen von bisher 36 Prozent bis zum Jahr 2022 auf 63 Prozent. Auch bei anderen Verpackungsmaterialien werden die Recycling-Quoten deutlich erhöht, bei Metallen, Glas und Papier auf 90 Prozent. Möglich ist dies nur, wenn die Entsorger in moderne Sortiertechnik investieren. Lobbe betreibt in Iserlohn die modernste Sortieranlage Europas. Hier werden, neben anderen Wertstoffen, vier verschiedene Kunststoffarten sortenrein für das Recycling sortiert. Lobbe plant, in weitere Anlagen nach modernsten Standards zu investieren.

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.800 Beschäftigte an über 40 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 260 Millionen Euro (Stand 2016).

Aktuelle Studie des Focus-Magazins kürt Lobbe mit Auszeichnung

Iserlohn, 17.8.2017 – Laut FOCUS & FOCUS-MONEY zählt ein Arbeitsplatz bei Lobbe zu „Deutschlands beste Jobs mit Zukunft“ http://www.deutschlandtest.de/bestejobs/, so eine Studie von FOCUS-MONEY in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Werner Sarges. Somit zählt Lobbe zu den Unternehmen mit den sichersten und zukunftsfähigsten Jobs in Deutschland.

Lobbe leistet konsequenten Service in den Bereichen Sanierung, Industrieservice und Entsorgung. Umwelt- und Ressourcenschonung sind dabei Themen, die immer wichtiger werden. Lobbe ist im Bereich Umweltdienstleistungen ein innovatives, technikorientiertes Unternehmen. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an über 40 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 250 Millionen Euro (Stand 2016). Das mittelständische Familienunternehmen hat den Grundsatz, für den eigenen Bedarf auszubilden.

Qualifikation im Unternehmen

Lobbe Industrieservice hat jüngst teils langjährige, angelernte Arbeitskräfte dabei unterstützt, ihren qualifizierten Abschluss nachzuholen. Insgesamt 11 Kandidaten verfügen jetzt über einen anerkannten Berufsabschluss als Fachkraft für Rohr-, Kanal- und Industrieservice. „Auch wir spüren die Auswirkungen des Mangels an qualifizierten Arbeitskräften. Daher haben wir uns entschlossen, neue Lösungswege zu beschreiten“, sagt Lisa Stalp, Personalleiterin Lobbe Industrieservice.

Aufbau der Studie

Die Studie von FOCUS-MONEY und Deutschland Test untersuchte die 5.000 mitarbeiterstärksten Unternehmen mit Sitz in Deutschland. Analysiert wurden die Mitarbeiter-, Umsatz und Gewinnentwicklung der Jahre 2011 – 2015. Diese Kennzahlen spiegeln dabei zusammengenommen den wirtschaftliche Erfolg und damit die Sicherheit des Arbeitsplatzes wider. Drei Bedingungen mussten erfüllt werden: Die Mitarbeiterzahl durfte zwischen 2011 – 2015 nicht gesunken sein, der jährliche Umsatz musste über den genannten Zeitraum für jedes Jahr größer als der dazugehörige gleitende Durchschnitt und der Gewinn stets positiv gewesen sein.

 

Vertragsunterzeichung (v. l. n. r.): Tino Weinhold (BAUER Resources, ARGE Partner), Holm Uhlig (BAUER Resources, ARGE Partner), Dieter Lehmann (Projektleitung Lobbe Industrieservice), Karin Nagel (LMBV, Abteilungsleiterin Einkauf), Manfred Kolba (LMBV, Leiter Sanierungsbereich Lausitz), Dirk Sonnen (LMBV, Bereichsleiter Sanierungsplanung), Dirk Henssen (LMBV, Leiter Einkauf/Verkauf)

Lobbe Industrieservice saniert letzte
große Altlast in Schwarze Pumpe

Schwarze Pumpe. Die bundeseigene LMBV (Lausitzer Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft) hat einer ARGE unter Beteiligung von Lobbe Industrieservice damit beauftragt, die letzte große Altlast auf dem Gelände des ehemaligen VEB Schwarze Pumpe zu sanieren. Lobbe verzeichnet mit anteilig 30,1 Millionen Euro den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte im Umweltbereich, wird mit einer vakuumthermischen Bodenreinigungsanlage das technische Kernstück der Sanierung bauen und betreiben.

Saniert werden müssen auf einer Fläche von 45.000 Quadratmetern nach Expertenangaben rund 280.000 Tonnen Erdreich, die mit Kohlenwasserstoffen hoch kontaminiert sind. Die Reinigung wird in einer von Lobbe konzipierten Vakuumthermik erfolgen. Zusätzlich gibt es etwa 200.000 Tonnen minderkontaminiertes Erdreich. ARGE-Partner von Lobbe ist die Firma Bauer. Sie übernimmt hauptsächlich Arbeiten im  Rahmen von erdbautechnisch notwendigen Maßnahmen. Die Projektdauer ist mit fünf Jahren veranschlagt. Das sanierte Gelände ist für die Ansiedlung neuer Industrie- und Gewerbegebiete vorgesehen.

Bis zur Wende gelangten unter anderem Benzol und Phenole im Bereich von Destillation, Entphenolung und Extraktion durch Havarien und Handhabungsverluste großflächig ins Erdreich, bis zu einer Tiefe von 14 Metern. Da in der Region durch den Rückzug aus dem Braunkohletagebau das Grundwasser wieder ansteigt, muss saniert werden. Ansonsten würden die umweltgefährdenden Kohlenwasserstoffe ins Grundwasser gelangen.

Wie es heißt, werde mit der Einrichtung der Sanierungsbaustelle kurzfristig begonnen. Die Bodenreinigungsanlage, ein nach neuesten Erkenntnissen modifiziertes und den Mengenanforderungen angepasstes Abbild der Lobbe-Vakuumthermik in Rositz, soll ab September 2018 in den Testbetrieb und danach in die reguläre Betriebsphase gehen.

Mit unserem Lobbe Container-Service, für private Endkunden und das Kleingewerbe, kann man jetzt noch schneller und komfortabler einen Container online bestellen und sich informieren.

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Unter diesem Arbeitstitel fand vor wenigen Tagen ein Wissensforum statt, das sich mit gravierenden Veränderungen der Rahmenbedingungen bei der Entsorgung von Gewerbe- und Sonderabfällen beschäftigte. Denn die Verwertung und Beseitigung von Abfällen ist längst kein regionales oder nationales Problem mehr. Wie in nahezu allen anderen Bereichen werden die Zusammenhänge immer komplexer und globaler und die damit einhergehenden Veränderungen haben erhebliche Auswirkungen für alle Beteiligten. Das vermittelten die Referenten den rund 150 Gästen im SASE-Forum in Iserlohn mit ihren Vorträgen sehr anschaulich.

„Neue abfallrechtliche Rahmenbedingungen und ihre Bedeutung für das Entsorgungsmanagement in Betrieben“

Mit der zunehmenden gesetzlichen Reglementierung beschäftigte sich Dr. Simon Meyer (Wolter Hoppenberg Rechtsanwälte Partnerschaft mbH) in seinem Vortrag. Er gab einen Ausblick auf die Vielzahl an Neuerungen im Abfallrecht, die zum großen Teil wohl noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet werden. Zum Vortrag

„Abfallverbrennung im Wandel“

Der Vortrag von Dr. Jochen Hoffmeister (Prognos AG) erläuterte u.a. Einflussfaktoren auf die Entwicklung von Mengen und Kapazitäten thermischer Behandlungsanlagen und gab einen Ausblick auf ihre künftige Rolle in der Kreislaufwirtschaft. Zum Vortrag

„Entwicklungen auf den (Sekundär)-Rohstoffmärkten – ein Praxisbericht“

Am Beispiel verschiedener Sekundärrohstoffe aus dem Recycling der dualen Systeme beschrieb Markus Hildebrandt (omnirec GmbH & Co KG) die Entwicklungen auf den nationalen und internationalen Rohstoffmärkten. Zum Vortrag

Die Ausführungen der Experten machten sehr praxisnah deutlich, welche Herausforderungen es im Zusammenspiel der vorgetragenen Themenaspekte künftig zu meistern gilt. Kürzere Planungszyklen sowie mehr organisatorische Flexibilität werden den Entsorgungsalltag bestimmen. Eine Entwicklung, die Abfallerzeuger wie Entsorgungsdienstleister gleichermaßen fordern wird. „Umso wichtiger ist es, sich frühzeitig mit den neuen Anforderungen zu befassen, Zusammenhänge zu beleuchten und offen zu diskutieren. Für solch einen partnerschaftlichen Dialog war das Wissensforum ein sehr guter Rahmen“, resümierte Geschäftsführer Christoph Aßmann. Das Interesse und die Reaktionen der Gäste in vielen Gesprächen gaben ihm recht.

Iserlohn. Der Wettbewerb um Nachwuchskräfte ist aufgrund der demografischen Entwicklung groß. Dass sich in diesem Jahr wieder 31 junge Leute für eine Ausbildung bei Lobbe entschieden haben, ist für uns daher umso erfreulicher.

„Wir freuen uns, dass in diesem Jahr wieder viele junge Leute ihre Karrierechancen hier bei uns in der Region gesehen haben. Durch das große Interesse an Ausbildungsplätzen in unserem Unternehmen fühlen wir uns jedoch nicht nur in unserem langjährigem Engagement bestätigt“, sagt Ernst-Peter Rahlenbeck, Geschäftsführer der Lobbe Holding GmbH & Co KG. „Offensichtlich ist das Thema Umweltdienstleistungen bei der Berufswahl hochinteressant und wird von den jungen Menschen völlig zu Recht als Zukunftsbranche erkannt. Mit spannenden Aufgaben, die mit modernster Technik, aber vor allem mit gut ausgebildeten Fachleuten gemeistert werden. Dementsprechend hoch ist das Ausbildungsniveau. Und in diesem Umfeld bieten wir bei entsprechender Leistung sowohl Übernahmechancen als auch sehr gute Aufstiegsmöglichkeiten“.

Mit den neuen Berufseinsteigern werden bei Lobbe aktuell insgesamt 108 Nachwuchskräfte ausgebildet und das mit einer großen Bandbreite. Industrie- und Bürokaufleute, Kaufleute für Lagerlogistik, Fachinformatiker, Chemielaborant, Kfz-Mechatroniker, Industriemechaniker, Berufskraftfahrer und Fachkraft für Kanal-, Rohr- und Industrieservice sind die Berufsbilder, in denen flächendeckend über fast alle Lobbe-Standorte ausgebildet wird. Hinzu kommen attraktive Angebote für Werkstudenten oder Absolventen eines dualen Studiums.

Für die „Neuen“ begann der Start ins Berufsleben mit einer umfangreichen Einführungswoche mit Workshops und Betriebsführungen. Eine gute Gelegenheit, die neuen Kollegen, Ausbilder und das Unternehmen etwas näher kennenzulernen. Und spätestens beim gemeinsamen Mittagessen mit der Gesellschafterfamilie Edelhoff und den Lobbe-Führungskräften stand für alle fest: Das passt, es war die richtige Entscheidung!

Iserlohn/Bergheim. Mit dem Erwerb der Rohrsan GmbH & Co. KG wurde ein hervorragend aufgestelltes Unternehmen übernommen. Anfang Juni trat Lobbe in die operative Verantwortung für die Firma mit Sitz in Bergheim ein. Mit rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Zentrale in Bergheim sowie einer  Niederlassung  im  niederländischen Weert ist das Unternehmen  spezialisiert auf robotergestützte Kanalsanierung. Das Einsatzgebiet erstreckt sich über das Rheinland, das Ruhrgebiet und die angrenzenden Benelux-Länder.

Für Geschäftsführer Christoph Aßmann ist das neue Tochterunternehmen der Lobbe Entsorgung West GmbH & Co KG  eine erfolgversprechende Portfolioerweiterung. Zu den von Lobbe angebotenen Kanaldienstleistungen kommen nun Spezialsanierungsverfahren mit Fräs- und Sanierungsrobotern hinzu. Für Aßmann eine ideale Ergänzung: „Die Rohrsan hat in der Branche einen ausgezeichneten Ruf – das passt gut zu Lobbe und den Werten für die wir stehen. Durch den Erwerb  des Unternehmens eröffnen sich gute Wachstumschancen im gesamten Bereich der Kanaldienstleistungen.“


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