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2017
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Archive for: November

Iserlohn. Kreislaufwirtschaft lebt vom Mitmachen aller Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette. Dabei ist der erste Schritt auf dem Weg zur Wiederverwertung die praxisnahe Sammlung. Hier ist Lobbe in unterschiedlichen Bereichen ein bewährter Partner mit großer Erfahrung. Mit sechs Betriebsstätten unterstützt Lobbe nun auch die Rewindo Fenster-Recycling-Service GmbH bei der Erfassung und Bündelung von kleineren Mengen alter PVC-Fenster, -Rolladen und -Türen für das Recycling.

Rewindo ist die Recycling-Initiative für ausgebaute Fenster, Rollladen und Türen aus Kunststoff der deutschen Kunststoffprofilhersteller. Sie organisiert seit 2002 bundesweit die Verwertung von ausgedienten Kunststofffenstern und Co. Knapp 30.000 Tonnen hochwertiges PVC-Regranulat wurden 2016 aus rund 1,8 Millionen recycelter Altfenster sowie über 74.000 Tonnen Produktionsabfall von Fenster- und Bauprofilen gewonnen. Das Regranulat dient als qualitativ gleichwertiger Rohstoff bei der Herstellung neuer Produkte.

Ausschlaggebend für die Wiederverwertung ist neben der guten Recyclingfähigkeit des Werkstoffs nicht zuletzt die praxisnahe logistische Umsetzung. Dazu gehört neben einem flächendeckenden Abholsystem auch die  Erweiterung eines Annahmenetzes für Montagetrupps und Handwerksbetriebe, die ausgebaute Fenster auch in Kleinstmengen nicht zwischenlagern können. Diese Infrastruktur wird nun mit den Lobbe-Standorten Arnsberg, Attendorn, Bergneustadt, Brilon, Hagen und Iserlohn wesentlich verbessert. Ohnehin sind diese Standorte mit ihren Wertstoffhöfen eine komfortable Entsorgungsmöglichkeit für die Gewerbetreibenden in der Region. Diese in das Rewindo-Netzwerk zu integrieren, war für Lobbe-Geschäftsführer Christoph Aßmann demnach nur folgerichtig: „Die Voraussetzungen an diesen Standorten sind optimal und für die selbstanliefernden Gewerbebetriebe ist das eine sehr sinnvolle Ergänzung.“

Dass Kreislaufwirtschaft mit leistungsstarken Partnern gut funktioniert, zeigt sich übrigens auch bei der Sammlung von Leuchtmitteln. Bereits seit einigen Jahren ist Lobbe für das Rücknahmesystem Lightcycle in Nordrhein-Westfalen tätig. Nach erfolgreicher Ausschreibung wird sich nun die Zusammenarbeit 2018 und 2019 fortsetzen und es konnten sogar weitere Lose hinzugewonnen werden.

Nur zwei Beispiele, die zeigen, wie im partnerschaftlichen Miteinander Stoffkreisläufe gelingen und aus Abfällen neue Werte entstehen können.

Bild: Einsatz des Tankwaschkopfes im Sinterbrunnen

Wasserhöchstdruck und Riesensauger sorgen in der Stahlproduktion für reibungslose Abläufe

Duisburg ist noch immer das kochende Herz des Ruhrgebietes – hier befindet sich Europas größter Stahlstandort – und Lobbe unterhält auf zwei Stahlwerken eine Betriebsstätte. Innerhalb von vier Tagen waren jetzt mehr als 200 Mitarbeiter von Lobbe für 96 Stunden auf einem eng begrenzten Bereich eines Werksgeländes beschäftigt: Sie reinigen Teile des Stahlwerkes, Hochofen, Wasseraufbereitung und Bunkern. Nicht mit Schaufel und Besen, sondern mit intelligenter Technologie. Lobbe ist Spezialist für Wasserhochdruck-Reinigungsaufgaben in produzierenden Werken. „Wir setzen Luftförderanlagen ein, die mittels eines extrem Vakuums Staub und feste Reststoffe der Produktion aufnehmen – vergleichbar mit einem gigantischen Staubsauger. Ein Tankwaschkopf, der – dem Rotor eines Hubschraubers ähnlich – fast von allein große Vorratstanks von bis zu 150 Kubikmetern Fassungsvermögen mit über 1.000 bar Wasserhöchstdruck reinigen kann“, so Dr. Reinhard Eisermann, Geschäftsführer Lobbe Industrieservice GmbH & Co. KG. Hinzu kommen Saug-Druck-Tankwagen mit modernster Technik, die nicht nur für Wasserhochdruck sorgen können, sondern vor allem Schmutzwasser sofort aufnehmen und anschließend der fachgerechten Entsorgung zuführen – eine organisatorische und technische Meisterleistung. Ist alles gereinigt, können Reparatur- und Wartungsarbeiten beginnen, damit die Stahlproduktion anschließend wieder reibungslos laufen kann.

Pflege muss sein

Duisburg, „Größter Stahlstandort Europas“, lebt von der Produktion dieses Allround-Metalls. Mit einer jährlichen Produktion von mehr als 15 Millionen Tonnen Rohstahl ist die Stadt nicht nur der mit Abstand größte, sondern auch der dynamischste Stahlstandort ganz Europas. Rund 18.000 Menschen in Duisburg verdienen in der Stahlproduktion ihr Geld. Für die Produktion wird unter anderem Sinter benötigt, eine Mischung aus Kohle und Eisenerz, die zur Erzeugung hoher Temperaturen notwendig ist. Sinter allerdings lagert sich auch an Motoren, Rohren und Flächen ab. Dass eine solch enorme Produktion in regelmäßigen Abständen gewartet und zuvor gereinigt werden muss, versteht sich von selbst.

Wie ein Hubschrauber

Im Rahmen des diesjährigen Stillstandes reinigte Lobbe nicht nur Flächen und Rohre, sondern auch einen riesigen Vorratsbehälter. Der Bunker speichert üblicherweise 100 Kubikmeter Sinter. Um Personen aus dem Gefahrenbereich herauszuhalten setzt Lobbe hier eine halbautomatische Technologie ein: Den rotierenden Tankwaschkopf. Er wiegt 25 Kilo und verfügt über einen Rotorarm, der sich mittig an einer Welle befindet. Aus den Düsen des Armes pressen sich nun mit Überschallgeschwindigkeit jede Minute 260 Liter Wasser insgesamt heraus, verteilt auf beide Enden des Armes. Und das mit einem Druck von rund 1.000 bar. Zum Vergleich: Ein Gartenschlauch kommt gerade einmal auf vier Bar. Die Rückstoßkräfte des immensen Wasserstrahles sorgen dafür, dass sich der Arm um seine eigene Achse dreht. Je nach Größe und Beschaffenheit des Großbehälters wählen die Spezialisten von Lobbe die geeigneten Düsengrößen aus.

Gigantische Saugkraft durch Unterdruck

Insbesondere bei Stäuben und anderen festen Reststoffen hat sich zu Reinigungszwecken der Einsatz von Luftfördertechnik bewährt. Insgesamt 23 dieser Arbeitsgeräte setzt Lobbe hier ein. Im Inneren befindet sich eine so genannte Vakuumpumpe; eine Pumpe, die einen extremen Unterdruck und damit einen starken Sog erzeugt – ähnlich, wie bei einem Staubsauger. Spezielle und besonders widerstandsfähige Schläuche werden vom Fahrzeug in den Arbeitsbereich verlegt. Der „Vacupress“ hat enorme Kräfte – so starke, dass nur gut ausgebildetes Personal den „Riesenstaubsauger“ bedienen darf. Die Sogwirkung verhindert zudem, dass Ablagerungen aufgewirbelt werden. Wird der Luftstrom der Vakuumpumpe umgelenkt, lassen sich damit Dächer in Höhen bis zu 80 Metern problemlos bekiesen.

Über Lobbe

Lobbe ist ein mittelständisches, familiengeführtes Unternehmen im Bereich technische Dienstleistungen. Das erfolgreiche Unternehmen umfasst die Bereiche Industrieservice, Abfallentsorgung, Sanierung, Stahlbau, Kanaldienstleistungen und Havariemanagement. Bundesweit zählt Lobbe 1.900 Beschäftigte an 42 Standorten. Lobbe erwirtschaftet jährlich 280 Millionen Euro (Stand 2016).


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