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Duisburg. Ridvan wird Fachkraft für Industrieservice, macht seine Ausbildung bei Lobbe in Duisburg. Seit Anfang April steht der 18jährige im Mittelpunkt einer Kampagne des NRW-Arbeitsministeriums. „In drei Jahren Weltklasse“ wirbt das Ministerium aufwändig für die duale Ausbildung. Ridvan groß auf Plakaten, ausführlich im Internet. Weltklasse-Ausbildung mit Weltklasse-Technik, spektakuläres Ridvan-Foto vor eindrucksvoll in Szene gesetzter Kulisse beim Chemieunternehmen Inovyn in Rheinberg. Insgesamt investiert das Arbeitsministerium 750.000 Euro in die von HAVAS Worldwide konzipierte Kampagne, die mit 100.000 Euro von den nordrhein-westfälischen Industrie- und Handelskammern unterstützt wird. Vorgestellt werden im ersten Schritt der Kampagne vier Weltklasse-Ausbildungsberufe, zwei weitere folgen im Sommer.

„Wir sind sehr stolz darauf, dass wir mit einem unserer Auszubildenden der Kampagne das Gesicht für die Fachkraft Industrieservice geben“, so Dr. Reinhard Eisermann, Geschäftsführer von Lobbe Industrieservice. Junge Menschen wie Ridvan gehörten zu jener Zielgruppe, die es aus Unternehmenssicht  präzise anzusprechen gelte. „Arbeitskräfte von morgen müssen wir schon heute auf uns aufmerksam machen“, sieht Eisermann in der Kampagne einen großen Ansporn, auch selbst für die Multiplikation der Botschaften zu sorgen. International genießt die duale Ausbildung in deutschen Unternehmen ein hohes Ansehen. „Weil sie praxisorientiert ist, Talente von jungen Menschen gerade auf diesem Gebiet fördert. Theorie bleibt wichtig, steht aber nicht prinzipiell im Vordergrund der beruflichen Ausbildung.“

Unter www.weltklasse-aus-NRW.de, der Kampagnenwebseite, gibt es die Geschichten der Azubis und jede Menge Informationen zum Thema duale Ausbildung. Auch über Facebook und Twitter kann Kontakt aufgenommen werden. „Mit der Kampagne zeigen wir, wie einzigartig und reizvoll der Ausbildungsberuf bei uns ist“, sagte NRW-Arbeitsminister Rainer Schmelzer beim Start der Kampagne in Düsseldorf. Mit der Aktion sollen Jugendliche, Eltern und Unternehmen gleichermaßen angesprochen werden mit der klaren Botschaft, dass die duale Berufsausbildung eine hochqualitative Alternative zum Studium ist. Übrigens: Wer Interesse an einer Weltklasse-Ausbildung bei Lobbe hat, schickt eine Mail an ridvan@lobbe.de .

Auch das Video zeigt es: Nur ein Tippen auf die Taste der Fernbedienung. Die Vortriebseinheit mit den zwei flexiblen Lanzen fährt computergesteuert ein paar Millimeter vor die nächsten Rohre des Wärmetauschers. Das erfolgt schnell, mit ungeheurer Präzision und optimaler Sicherheit für den Bediener. Mit einem surrenden Geräusch fahren die mit Düsen bestückten Flex-Lanzen in die Rohrleitungen. Sie werden jetzt mit einem Wasserhochdruck von rund 2.500 bar gereinigt. Dieser programmierte Vorgang wiederholt sich in den nächsten Stunden rund 1.500 Mal. Dann sind die 3.000 Rohrleitungen des industriellen Wärmetauschers unterbrechungsfrei gereinigt. Die Entwickler sind zufrieden. „Es ist ein Quantensprung für den Industrieservice.“ Manuelles Arbeiten: Fehlanzeige.

Rund ein Jahr lang dauerte es bis zur Praxisreife des „Robotized Lance Frame“ (RLF). Lobbe Industrieservice bietet damit erstmals auf dem europäischen Markt eine technische Lösung für die vollständig automatisierte Reinigung von Wärmetauschern (stehend, liegend; mit und ohne Kranz). Das Verfahren ist schneller und sicherer als die herkömmlichen Verfahren und gewährleistet zudem noch eine höhere Qualität des Reinigungsergebnisses.

Die Vorteile des neuen automatisierten Verfahrens im Überblick:

  • Optimale Arbeitssicherheit („Target Zero“)
  • Sichtkontakt während der Reinigung nicht zwingend notwendig
  • Präzise computergesteuerte Abläufe
  • Frei konfigurierbarer und reproduzierbarer Prozess
  • Erhöhte Verlässlichkeit
  • Beeinflussung durch physische Beeinträchtigungen des Operators ausgeschlossen
  • Zeitersparnis

Bislang erfolgt die Reinigung von Wärmetauschern entweder manuell oder mittels Halbautomaten, und vor jedem Reinigungsschritt muss die Positionierung der Vortriebseinheit über Sichtkontakt durchgeführt werden. Diese Abläufe werden nach zuvor festgelegten Parametern in ihrer Gesamtheit nun per Computer präzise gesteuert, ohne dass ein freies Blickfeld auf den Wärmetauscher und die Reinigungseinheit zwingend notwendig ist. Dadurch ergeben sich völlig neue Möglichkeiten, unterbrechungsfrei in Bereichen mit extremen Umgebungsbedingungen (Enge, Aerosole, Kälte, Hitze, Regen etc.) zu arbeiten. Überdies wird eine optimale Arbeitssicherheit gewährleistet, da sich der Operator zu jeder Zeit außerhalb des Gefahrenbereiches befindet und im herkömmlichen Sinne keine körperliche Arbeit mehr verrichtet. Dennoch bleibt grundsätzlich der Operator Herr des Verfahrens, da er den nächsten Reinigungsschritt immer über eine Fernbedienung (funkgesteuert oder kabelgebunden) auslöst.

Mit der Entwicklung des RLF setzt Lobbe fort, was mit dem Remote Lance Worker (RLW) begonnen wurde, nämlich die Automatisierung von Arbeitsvorgängen, die erhebliches Gefahrenpotenzial beinhalten.


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