VAKUUMTHERMIK
Behandlung hochbelasteter Böden
Mit der Vakuumthermikanlage steht auf dem Lobbe-Betriebsgelände im Recyclingpark Rositz eine der modernsten ihrer Art in Europa. Sie wurde speziell für die Behandlung hoch schadstoffbelasteter Böden konzipiert. Dies betrifft unter anderem auch solche mit Quecksilberverunreinigungen. Ausgetriebenes Schwermetall wird - unabhängig von der Höhe der Kontamination - bis zu einem Reinheitsgrad von mehr als 98 Prozent zurückgewonnen. Während die erste Stufe der Anlage das Material konventionell auf 120 Grad Celsius erhitzt, arbeitet sie in der 2. Stufe bei Temperaturen von 220 bis 270 Grad Celsius und einem Vakuum von bis zu 10 mbar. In der 2. Stufe werden die Schadstoffe vollständig verdampft, anschließend kondensiert und in speziellen Behältern aufgefangen. Bei einem stündlichen Durchsatz von circa 10 Tonnen zu reinigendem Material beträgt die Gesamtjahreskapazität der vakuumthermischen Behandlungsanlage etwa 80.000 Tonnen.
Eine zweite Anlage (Fotos), die nach dem gleichen Prinzip arbeitet wie die in Rositz, aber leistungsfähiger als diese ist, hat Lobbe für den tschechischen Baukonzern Geosan projektiert und gebaut. In der nordböhmichen Stadt Usti nad Labem werden seit Januar 2007 quecksilberhaltige Böden gereinigt.




