TEERDEPONIE ZERRE UND TERPE
Aufgabe: Rückbau und Verwertung von teerhaltigen Rückständen
Zeitraum: Januar 2000 - September 2006
Substanzen: 585.000 Tonnen Teerrückstände, Boden und Bauschutt

Teerdeponie Zerre und Terpe
Lobbe hatte in der ARGE VTL (Verwertung Teerdeponien Lausitz) die Aufgabe, die teerhaltigen Rückstände aus der Abproduktenhalde Terpe und Deponie Zerre zurückzubauen und zu verwerten. Die Sanierungsarbeiten begannen im Januar 2000 und wurden im September des Jahres 2006 abgeschlossen.
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Ablauf
Bei den Ablagerungen handelte es sich um TÖF-Rückstände (Teeröl-Feststoff), die unterschiedliche Gehalte an Teeröl, Wasser und Feststoffen sowie eine unterschiedliche Konsistenz aufwiesen. Zu den Aufgaben von Lobbe gehörte neben der anteiligen Ingenieurs- und Planungsleistung u. a. der Rückbau und die Konditionierung des TÖF. Darin eingeschlossen war die Errichtung und Inbetriebnahme einer Verladeanlage für verflüssigtes TÖF.
Für die Bergung des TÖF am Standort Zerre nutzte Lobbe einen bereits installierten Schwimmbagger, der täglich rund 200 Tonnen Rückstände, die mit 100 bar über eine Rohrleitung in die Vorlagebehälter gepumpt werden, bergen konnte. Ab Herbst des Jahres 2000 wurden rund 300.000 Tonnen Teeröl-Rückstände pelletiert und schließlich im SVZ verwertet:
Hauptleistungen
- Rückbau von 120.000 Tonnen flüssig-pastösem TÖF aus der Deponie Zerre mittels Schwimmbagger und 20.000 Tonnen flüssig-pastösem TÖF aus der Abproduktenhalde Terpe; Aufheizen und Homogenisieren des rückgewonnenen TÖF.
- Rückbau von 228.000 Tonnen fest-pastösem TÖF sowie 69.000 Tonnen Kohletrübe mittels Baggertechnologie.
- Pelletierung des fest-pastösen TÖF und der Kohletrübe sowie Verwertung der Pellets im Festbettdruckvergaser.
- Reinigung von ca. 1 Mio. m³ Grundwasser sowie die Entsorgung von 40.000 m³ stark kontaminiertem Oberflächenwasser.
- Einsätze durch fachspezifisch ausgestattete Standorte.
- Umlagerung und Wiedereinbau von ca. 300.000 m3 Boden, Bauschutt, Schlacken mittels mobiler Erdbautechnik; Wiedereinbau inklusive Verdichtungsnachweis.
Während der Rückbau und die Entsorgung bereits mit den vorhandenen Anlagen realisiert und mit der Errichtung und Inbetriebnahme der Stapel- und Verladeanlage eine wesentliche Verbesserung der Produktqualität erreicht wurde, war die im 2. Halbjahr 2000 fertiggestellte Pelletieranlage die Voraussetzung für die Verwertung der fest-pastösen Produkte. Nach Fertigstellung aller Investitionen wurde an beiden Deponien parallel zurückgebaut und das rückgewonnene Produkt verwertet.
