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Sanierung in Lauta abgeschlossen
Lauta. Die Teerteiche Lauta sind Vergangenheit. Drei Jahre lang war die aus den Unternehmen Lobbe und P-D Industries bestehende Arbeitsgemeinschaft „Sanierung Teerteiche Lauta“ auf dem Areal tätig. Am 10. Juni erklärte Dr. Peter Breitenstein, Geschäftsführer der bundeseigenen Sächsischen Grundstückssanierungsgesellschaft (SGSG), die Maßnahme offiziell für beendet: „Es war eine Punktlandung.“ Bis Ende August werden noch Restarbeiten zu erledigen sein. Auf einem Teil des Geländes sprießt inzwischen bereits frisches Grün.
Auf der Abschlussveranstaltung zählten zu den Gästen unter anderem die Kamenzer Landrätin Kockert, der Lauter Bürgermeister Ruhland, Landesumweltamtsleiter Biele und SGSG-Aufsichtsratsvorsitzender Fuchs sowie die Vertreter der beteiligten Unternehmen. Breitenstein hob in seiner Ansprache insbesondere die gute Zusammenarbeit hervor. Ohne die wäre seiner Meinung nach ein planmäßiger Abschluß des ökologischen Großprojektes nicht möglich gewesen. Die Beseitigung der „ökologischen Zeitbombe“, wie die Teerteiche in der Vergangenheit manchmal beschrieben wurden, sei ein Meilenstein der Altlastensanierung im Freistaat Sachsen.
Die Teerteichsanierung war nach den Worten Breitensteins nicht nur technisch-ökologisch sehr anspruchsvoll, sondern auch in Zeiten schwierigen Haushaltslagen bei Bund und Land ein finanziell ambitioniertes Projekt. Insgesamt belaufen sich die Kosten auf rund 16 Millionen Euro, wobei 10 Prozent die SGSG als Eigentümerin der Flächen trägt. Die restlichen 90 Prozent teilen sich Bund und Freistaat im Verhältnis 75:25. Durch Mengenmehrung vor allem beim Teer, teerähnlichen Substanzen, Bauschutt und Phenolwasser verteuerte sich das Projekt um rund 4 Millionen Euro. Die zu sanierende Fläche und die Tiefe, bis zu der in den Boden eingegriffen werden musste, waren deutlich größer als erwartet worden war. „Keine Untersuchung, sei sie auch noch so detailliert, gibt im Vorfeld volle Klarheit über den Untergrund. Es gilt immer eine Balance zu finden zwischen dem Aufwand für eine Erkundung und dem gewünschten und erforderlichen Genauigkeitsgrad“, erklärte Breitenstein. Jede Baggerschaufel brachte neue Überraschungen. Letztendlich war das aber keine neue Erkenntnis. Als Kostenbremse wirkte demgegenüber das Sanierungstempo. Der Zeitplan wurde fast bis auf den Tag genau eingehalten.
Die nackten Zahlen verdeutlichen, welches Mammutprogramm in Lauta bewältigt wurde: Aus dem rund 9 Hektar großen Areal wurden insgesamt rund
64000 Tonnen Teer und teerähnliche Materialien,
157000 Tonnen kontaminierter Boden,
14000 Tonnen Bauschutt und
5000 Tonnen phenolhaltiges Wasser geborgen und entsorgt.
Ein besonderes Lob sprach Breitenstein der Projektleiterin Corina Fiskal (Lobbe) aus. Sie sei ein Glücksfall für die Baustelle gewesen und habe einen sehr großen Anteil am Gelingen der Sanierung gehabt.

